Deutschland: Iranische Agenten spionierten jüdische Anschlagsziele aus

„Der deutsche Journalist, der als erster über die Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen iranischen Spionen in Deutschland berichtete, hat am Mittwoch weitere Informationen über die angeblich ausgespähten israelischen und jüdischen Ziele veröffentlicht. Josef Hufelschulte vom FOCUS berichtete dem öffentlichen israelischen Sender Kan, die mutmaßlichen Spione hätten die israelische Botschaft in Berlin und verschiedene jüdische Gemeindeeinrichtungen, darunter auch Kindergärten, ausgespäht. Die Agenten seien vor den Durchsuchungen zwei Monate lang von deutschen Geheimdiensten überwacht worden, so Hufelschulte.

Die deutschen Behörden hatten am Dienstag erklärt, sie würden in verschiedenen Landesteilen Durchsuchungen gegen zehn mutmaßliche iranische Spione durchführen. Dem FOCUS zufolge handelte es sich dabei um Angehörige einer Eliteeinheit, die israelische und jüdische Ziele ausgespäht hätten. In dem Bericht hieß es, in den Haftbefehlen würden die Verdächtigen als Angehörige der Quds-Einheit ausgewiesen. Dabei handelt es sich um einen Zweig des iranischen Korps der Islamischen Revolutionsgarden, den die Vereinigten Staaten als Terrororganisation eingestuft haben. Später berichtete Kan, der Mossad habe entscheidende Informationen bereitgestellt, die zu den Durchsuchungen geführt hätten. Weiter hieß es, die Quds-Einheit habe versucht, nichtiranische Schiiten, insbesondere europäische Staatsbürger, zu rekrutieren, um Terrorzellen für Anschläge in ganz Europa zu bilden.“ (Bericht der Times of Israel: „Iranian spies in Germany targeted Israel embassy, Jewish kindergartens – report“)

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