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Wie ORF und ARD aus Terroristen Opfer machen

Was denken Sie, wenn Sie diese Überschrift lesen?

ARD Jerusalem

Dass es einen Terroranschlag gegeben hat, dem vier Personen zum Opfer gefallen sind? Das wäre naheliegend – doch ist es nicht das, was tagesschau.de zum Ausdruck bringen wollte. Genauso wenig übrigens wie die ZIB 2, die mit derselben Überschrift aufmachte:

ORF Jerusalem

Was war passiert? Drei Palästinenser gingen gestern am Damaskustor in Jerusalem mit Messern und Pistolen auf israelische Grenzpolizistinnen los. Darüber hinaus trugen die Angreifer größere Mengen Sprengstoff bei sich, weswegen die israelische Polizei davon ausgeht, dass sie einen weit größeren Anschlag geplant hatten. Bei ihrer Attacke verwundeten die Männer zwei Polizistinnen – eine davon so schwer, dass sie schließlich im Spital ihren Verletzungen erlag – bevor sie selbst von Sicherheitskräften erschossen werden konnten.

Tagesschau und ZIB2 nivellierten in ihren Überschriften den Unterschied zwischen Angreifer und Angegriffenen, zwischen Tätern und Opfern und signalisierten so, dass in ihrem Treiben gestoppte Judenmörder ganz äquidistant wie diejenigen zu betrachten seien, die von ihnen ermordet werden. Doch immerhin erwähnten sie das israelische Todesopfer zumindest noch. Nicht so der US-Nachrichtensender CBS, der über den Terroranschlag mit folgenden Worten berichtete:

CBSNews

Kein Wort davon, dass die Palästinenser die Angreifer waren – bloß eine unpersönliche „tägliche Gewalt“ soll „weitergegangen“ sein. Kein Wort auch über die israelischen Opfer der Attacke. Stattdessen wurde die Realität derart auf den Kopf gestellt, dass die Ausführenden der Terrorattacke als die Opfer der Ereignisse erschienen. Es bedurfte erst einer Beschwerde des israelischen Außenministeriums, um CBS dazu zu bewegen, die Überschrift so zu ändern, dass sie das Geschehen wenigstens halbwegs adäquat wiedergab.

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