Iran will radikalen Islam nach Lateinamerika exportieren

„Ayatollah Mohsen Araki, der öffentlich zur ‚Vernichtung des Zionismus’ aufgerufen und freundschaftliche Beziehungen zu den Taliban gefördert hat, traf in São Paulo ein, um darüber zu diskutieren, wie Muslime den ‚radikalen Terrorismus’ bekämpfen könnten. Araki gehört zu den hochrangigen Mitgliedern des iranischen Klerikerregimes. Dass er vorgibt, ein Gegner des Extremismus zu sein, spiegelt perfekt die Bestrebungen des Iran wider, sich im Kampf gegen den Islamischen Staat und Al Qaeda als Verbündeter des Westens darzustellen. In Wirklichkeit ist das genaue Gegenteil der Fall. Arakis Besuch zeigt erneut, dass der Iran fleißig dabei ist, seine eigene Art des radikalen Islam zu verbreiten, um die schiitische Diaspora zu radikalisieren und den Einfluss Teherans in der Region auszudehnen.

Der Vortrag, den Araki am 29. Juli in Brasilien hielt, wurde von örtlichen Religionszentren organisiert, die mit der Hisbollah assoziiert sind und für die iranische Islamische Revolution werben. Zu den Gästen aus ganz Süd- und Mittelamerika gehörten lateinamerikanische und iranische Anhänger von Mohsen Rabbani, dem früheren Kulturattaché in Lateinamerika, der den 1994 gegen die jüdische Gemeinde Argentiniens verübten Terroranschlag organisierte, bei dem 85 Menschen in einem jüdischen Gemeinzentrum getötet wurden. Teheran arbeitet seit den 1980er Jahren emsig daran, eine Infrastruktur für öffentliche und verdeckte Operationen in der westlichen Hemisphäre zu schaffen.

Arakis Besuch ist Teil eines sorgfältig abgestimmten Plans, bestehende schiitische Communities zu radikalisieren und unter Sympathisanten der politischen Agenda des Iran neue Gefolgsleute zu finden. Dabei geht es dem Iran nicht nur um Brasilien. In der gesamten Region präsentieren sich iranische Prediger und ihre örtlichen Helfershelfer als Befürworter der Menschenrechte und Verfechter sozialer Gerechtigkeit, um sich unter den entrechteten und marginalisierten Communities in Brasilien, Chile, Kolumbien, El Salvador, Mexiko und Peru eine Basis zu verschaffen. Mit Hilfe von Verbündeten wie Bolivien, Kuba, Nikaragua und Venezuela hat der Iran proaktive Stützpunkte für die Verbreitung seiner Propaganda eingerichtet. (…) Letztlich stellt der Iran durch seine Verbreitung antizionistischer Hetze und islamisch-revolutionärer Rhetorik in der westlichen Hemisphäre eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten dar. Die vom Iran aufgebauten Netzwerke betreiben nicht nur Volksverhetzung, sondern sind auch eng mit dem organisierten Verbrechen verbunden, unter anderem mit dem Drogenhandel. Dadurch werden zig Millionen Dollar erwirtschaftet, um die Hisbollah und andere iranische Klienten zu finanzieren.“ (Emanuele Ottolenghi / Michaela Frai: „Iran’s Top Export to Latin America: Radical Islam“)

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