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Irans Außenminister schlug spaßhalber vor, Obamas Tochter zu entführen

Irans Außenminister Zarif 2015 bei den Atomverhandlungen in Wien
Irans Außenminister Zarif 2015 bei den Atomverhandlungen in Wien (© Imago Images / UPI Photo)

Das Atomabkommen von 2015 war so günstig für den Iran, dass Außenminister Javad Zarif scherzhaft vorschlug, die Tochter des ehemaligen Präsidenten Barack Obama zu entführen, um dessen Umsetzung auch wirklich sicherzustellen.

Adam Kredo, Washington Free Beacon

In einer durchgesickerten, zuerst bei Iran International veröffentlichte Audio-Aufnahme lobt Zarif das Atomabkommen als einen großen Sieg für Teheran zu einer Zeit, als das Land unter harten Wirtschaftssanktionen litt. Der Iran, so Zarif, habe „sechs Tore gegen den Gegner geschossen“, als er bereits 6:0 zurückgelegen sei. Zarif erinnert sich auch daran, dass er „scherzhaft“ vorgschlagen habe, eine von Obamas Töchtern zu entführen und sie in den Iran zu bringen, um zu garantieren, dass die Vereinigten Staaten das Abkommen auch wirklich unterzeichnen und umsetzen.

Zarifs private Äußerungen, die im März aufgezeichnet wurden, geben einen neuen Einblick, wie dringend der Iran das Atomabkommen brauchte, das ihm Milliarden von Dollar in die Kassen spülte und die Aufhebung der Sanktionen brachte, die die Wirtschaft des Landes fast zerstört hatten.

Jetzt, wo das Land aufgrund der scharfen Sanktionen der Trump-Administration erneut am Rande des wirtschaftlichen Zusammenbruchs steht, setzt Zarif die Biden-Administration unter Druck, neuerlich eine Sanktionserleichterung zu garantieren. Seine durchgesickerten Äußerungen sind ein Zeichen dafür, dass die iranische Führung sich ein neues Abkommen mehr wünscht, als sie öffentlich verlauten lässt.

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Auf dem Tonband gibt Zarif zu, dass „wir naiv waren“, Amerika und der Obama-Regierung völlig zu vertrauen, als das Atomabkommen 2015 geschlossen wurde. Weil die frühere US-Regierung den Kongress umging und das Abkommen nie zur Genehmigung vorlegte, konnte der damalige Präsident Donald Trump es nach seinem Amtsantritt leicht aufkündigen.

Der Außenminister sagt, dass er von der Führung seines Landes nicht für Trumps Entscheidung von 2018 verantwortlich gemacht werden sollte, das Abkommen zu kündigen und eine Reihe von Wirtschaftssanktionen wieder einzuführen. Die Kommentare machen deutlich, dass die iranische Führung Zarif zumindest teilweise für das Scheitern des Abkommens verantwortlich macht. Sie unterstreichen auch die Herausforderungen, die es mit sich bringt, das öffentliche Gesicht eines Regimes zu sein, das mit ideologischen Eiferern getragen wird.

(Aus dem Artikel „Zarif Recalls ‘Jokingly’ Suggesting Kidnapping Obama’s Daughter To Get Nuke Deal Done, der bei Washington Free Beacon erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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