Laut dem US-Gesandten hätte das iranische Regime vor Beginn der gemeinsamen Militäraktion mit Israel die Forderung nach einer vollständigen Einstellung der Urananreicherung abgelehnt.
Die iranischen Unterhändler hätten in den Gesprächen, die eine militärische Intervention der USA und Israels im Iran verhindern sollten, mit ihrer Fähigkeit geprahlt, fast ein Dutzend Atombomben herstellen zu können, sagte Steve Witkoff, einer der beiden US-Unterhändler am Montag. »Beide iranischen Unterhändler sagten uns direkt und ohne Scham, dass sie 460 Kilogramm auf sechzig Prozent angereichertes Uran kontrollieren und sich bewusst seien, dass damit elf Atombomben hergestellt werden könnten, und das war der Ausgangspunkt ihrer Verhandlungsposition«, so Witkoff, US-Sonderbeauftragter für den Nahen Osten, in einem Interview mit Sean Hannity von Fox News.
Der offizielle Sondergesandte Witkoff und der als persönlicher Berater von US-Präsident Donald Trump tätige Jared Kushner sprachen wenige Tage vor dem Start der gemeinsamen Militäroperation von Israel und den Vereinigten Staaten mit iranischen Unterhändlern in Genf. Die Iraner »waren stolz darauf. Sie waren stolz darauf, dass sie alle möglichen Überwachungsprotokolle umgangen hatten, um an einen Punkt zu gelangen, an dem sie elf Atombomben liefern konnten«, fügte Witkoff hinzu. Die Vereinigten Staaten seien zu einem Vorschlag bereit gewesen, zehn Jahre lang keinerlei iranische Urananreicherung zuzulassen, in diesem Zeitraum aber sogar den von Teheran für zivile Zwecke benötigten »Brennstoff zu bezahlen, aber das Angebot wurde rundweg abgelehnt«.
♦️Witkoff berichtet, bei den Verhandlungen habe die Islamische Republik mit der (zeitnahen) Produktion einer Atombombe gedroht. Je nach dem, ob das Propaganda ist oder nicht, würde das die Einschätzung des Krieges substanziell tangieren. #Iran pic.twitter.com/cgxHQWMcbM
— Jona Salome K. (@JonaSalKupper) March 3, 2026
Törichte Haltung
Zu Beginn der amerikanisch-israelischen Militäroperation verfügten die Iraner über etwa zehn Tonnen »spaltbares Material, das sich in etwa 460 Kilogramm auf sechzig Prozent angereichertes Uran und weitere 1.000 Kilogramm auf zwanzig Prozent angereichertes Uran aufteilt, wobei der Rest bei 3,67 Prozent liegt«, also jenem Anreicherungsgrad, der dem Iran laut Atomdeal von 2015 erlaubt ist, so Witkoff. »Sie stellen ihre eigenen Zentrifugen her, um dieses Material anzureichern. Daher sind sie fast nicht zu stoppen. Sie verfügen über unbegrenzte Vorräte davon.«
Das zu sechzig Prozent angereicherte Material könne in einem Zeitraum von höchstens zehn Tagen auf neunzig Prozent angereichert werden, was waffenfähiges Material darstellt. Das auf zwanzig Prozent angereicherte Material wiederum könne innerhalb von drei bis vier Wochen auf waffenfähiges Material angereichert werden, ergänzte Witkoff, der sich nicht dazu äußerte, ob der Start der Militäroperation am Samstag Auswirkungen auf die von ihm genannten Zeitspannen habe.
Im Nachhinein betrachtet sei die Haltung des Irans »ziemlich töricht« gewesen, konstatiert Witkoff, »aber sie dachten, sie könnten uns unter Druck setzen«. Trump habe ihn und Kushner nach Genf gesandt, »um in seinem Namen wirklich festzustellen, ob sie es ernst meinten mit einem Abkommen, das seine Ziele erfüllte, nämlich die Abschaffung ihres Raketenprogramms, die Beendigung ihrer Unterstützung für Stellvertreter, die den gesamten Nahen Osten destabilisieren, die Einschränkung ihrer Marine, damit wir Freiheit auf den Meeren haben und nicht mit der Schließung der Straße von Hormus bedroht werden, und schließlich dem Verzicht auf Urananreicherung, die für Waffen geeignet ist, was bedeutet, dass es keine Atombombe geben darf. Und wir sind hingegangen und haben versucht, ein faires Abkommen mit ihnen zu schließen.«






