Latest News

Wien: Versuchter Terroranschlag auf Synagoge?

Am Grundstück des ehemaligen Leopoldstädter Tempels befinden sich heute noch eine Synagoge und das Beratungs- und Behandlungszentrum für Überlebende der NS-Verfolgung und deren Nachkommen ESRA. (© imago images/Volker Preußer)
Am Grundstück des ehemaligen Leopoldstädter Tempels befinden sich heute noch eine Synagoge und das Beratungs- und Behandlungszentrum für Überlebende der NS-Verfolgung und deren Nachkommen ESRA. (© imago images/Volker Preußer)

Gegenüber einer Wiener Synagoge wurde eine Granate gefunden. Der Verfassungsschutz ermittelt wegen eines möglichen Anschlagsversuches.

Einem Bericht der Presseagentur APA zufolge wurde am Sonntag nahe der Synagoge in der Tempelgasse im zweiten Wiener Gemeindebezirk eine Granate entdeckt. Der Sprengsatz habe sich in einer Tasche befunden, die in einem Hauseingang gegenüber der Synagoge abgestellt worden war. Er wurde vom polizeilichen Entschärfungsdienst entfernt.

Der Polizei zufolge sei die verdächtige Tasche von einem Sicherheitsmitarbeiter entdeckt worden, der daraufhin sofort die Polizei alarmiert habe. Ersten Untersuchungen zufolge soll es sich bei dem Sprengsatz um eine Handgranate aus den 1970er-Jahren gehandelt haben, die allerdings weder über keine funktionstüchtige Zündung verfügte noch mit Sprengstoff gefüllt war.

Wegen der unmittelbaren Nähe des Fundorts zur Synagoge wurde der Verfassungsschutz in die Ermittlungen einbezogen, der nun einen möglichen terroristischen Hintergrund überprüft. Zur Klärung der offenen Fragen könnten die Aufnahmen einer Sicherheitskamera beitragen. Explizite Drohungen gegen das jüdische Gotteshaus habe es aber nicht gegeben, auch konkrete Verdächtige scheint es noch nicht zu geben.

Bleiben Sie informiert!
Mit unserem wöchentlichen Newsletter erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren.

Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Spenden Sie jetzt mit Bank oder Kreditkarte oder direkt über Ihren PayPal Account. 

Mehr zu den Themen

Das könnte Sie auch interessieren

Wir reden Tachles!

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren!

Nur einmal wöchentlich. Versprochen!