Wie Terrorgruppen vom Drogenhandel profitieren

„So ist die schiitische Terrororganisation [Hisbollah] in den letzten Jahren selbst zu einem gewaltigen Drogenkartell aufgestiegen und für den zunehmenden Schmuggel, insbesondere von Kokain, an der israelischen Nordgrenze verantwortlich, wo sie Millionengewinne verzeichnet. (…)

‚Mittlerweile bedroht der Drogenterrorismus die nationale Sicherheit vieler Nationen‘, sagte Rachel Ehrenfeld kürzlich im israelischen Fernsehen. Die 71‐jährige Israelin ist Gründerin und Direktorin des in New York ansässigen ‚American Center for Democracy‘ und dessen ‚Economic Warfare Institute‘. Sie sagt: ‚Der Zusammenhang zwischen transnationalen kriminellen Organisationen und terroristischen Gruppen endet nicht bei illegalem Drogenhandel. Ihre Partnerschaften sind komplex und verbinden Kriminalität mit Wirtschaft und Politik. Auch wird ein Teil dieses Geldes verwendet, um politische Systeme zu untergraben.‘ Vor dem kanadischen Parlament erklärte Ehrenfeld schon 2005, dass ‚der Kokaindschihad auf eine iranische Fatwa zurückgeht‘, und zitierte aus dieser Fatwa: ‚Wir stellen diese Drogen für den Satan Amerika und die Juden her. Wenn wir sie nicht mit Waffen töten können, dann mit Drogen.‘

In ihrem viel beachteten Werk Funding Evil (Finanzierung des Bösen) schreibt Ehrenfeld, dass insbesondere der Iran und seine Verbündeten – Hisbollah und Hamas – zur Finanzierung ihrer Terroraktivitäten internationale Netzwerke nutze, um verschiedene Institute und Organisationen wie Banken, Wohltätigkeitsfirmen und Hilfsorganisationen für ihre Zwecke zu missbrauchen.“

Um terroristische Geldnetzwerke aufzuspüren, war Toledano von 2007 bis 2015 Teil der ‚Operation Harpoon‘ unter Leitung des ehemaligen Mossad‐Direktors Meir Dagan. In dieser erfolgreichen Aktion wurden Scheinfirmen gegründet, um besonders Hisbollah‐ und Hamasfunktionäre zu täuschen, die dort Gelder aus dem Drogenhandel anlegten – bis das Geld plötzlich verschwand. ‚Beim letzten Gaza‐Krieg 2014 war unsere Strategie besonders erfolgreich‘, sagt Toledano. ‚Nach einigen Wochen deckten wir illegale Barzahlungen an die Hamas auf, und die IDF zerstörte daraufhin die Übergabe mit einer gezielten Aktion.‘ Ohne das Geld konnte die Terrororganisation den Kampf nicht aufrechterhalten und bat 48 Stunden später um einen Waffenstillstand.“ (Tal Leder: „Der Kokain‐Dschihad“)


[Anmerkung der Redaktion: Sie können sich diesen Artikel vorlesen lassen, indem Sie auf das „Play“-Symbol über dem Text klicken. Das ist ein Pilotprojekt, die Software befindet sich in der Testphase. Wir freuen uns über Ihr Feedback an info@mena-watch.com.]

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