Wie Mahmud Abbas‘ Fatah-Bewegung der Anschläge von 9/11 gedenkt

„Die Partei von Mahmoud Abbas, die Fatah, hat zum Jahrestrag der Angriffe vom 11. September 2001 eine widerliche Karikatur veröffentlicht, die die 2978 Menschen, die bei den Anschlägen getötet wurden, verspottet. Besonders unverschämt ist dabei, dass Osama bin Laden den tödlichsten Terroranschlag der Geschichte seinerzeit mit der ‚Sache der Palästinenser‘ begründete. In der auf der offiziellen Facebookseite der Fatah veröffentlichten Karikatur fliegt Präsident Donald Trump mit einem Flugzeug auf ein brennendes Hochhaus in der Form Israels und den Farben der palästinensischen Fahne zu. Der dazugehörige Schriftzug lautet: ‚Trumps Entscheidung, die Sache der Palästinenser zu liquidieren‘. Offenbar soll damit auf die jüngsten Entscheidungen Trumps angespielt werden, die Zahlungen der USA an die UNRWA einzustellen und die Mission der PLO in Washington zu schließen.

Die von der Fatah veröffentlichten Karikatur ist zwar schockierend, insofern die Palästinensische Autonomiebehörde die Tragödie vom 11. September 2001 auf diese Art verniedlicht, kommt aber keineswegs als Überraschung. Die Anschläge vom 11. September sind wiederholt mit der Sache der Palästinenser in Verbindung gebracht worden. Der Hass, der sich an jenem furchtbaren Tag gegen Amerika richtete, ist der gleiche, gegen den Israel sich heute verteidigt. Al Jazeera veröffentlichte 2007 mehrere Aufnahmen, in denen Osama bin Laden darüber sprach, warum er den Anschlag auf das World Trade Center angeordnet habe. Darin erklärte bin Laden: ‚Bei den Ereignissen in Manhattan handelte es sich um Vergeltung für die Aggression der amerikanisch-israelischen Allianz gegen unsere Menschen in Palästina und im Libanon, und die Verantwortung dafür liegt allein bei mir.‘ (…)

Jibril Rajoub, ein hochrangiger Funktionär der Fatah, der zurzeit dem palästinensischen Fußballverband vorsteht (obwohl er seiner Verantwortung für die Todesdrohungen gegen den argentinischen Fußballer Lionel Messie wegen für ein Jahr suspendiert wurde) und bei dessen Besuch dieses Jahr mit Prince William zusammenkam, hat sich ebenfalls zu Osama bin Laden und dem 11. September geäußert. In einem von MEMRI veröffentlichten Video erklärt Rajoub, er habe sich oft gefragt, warum keine Palästinenser an den Anschlägen beteiligt gewesen seien. Er habe mit einem Mitarbeiter bin Ladens gesprochen und ihn gefragt, warum er bei seinen Anschlägen keine Palästinenser einsetze. Ihm sei geantwortet worden, es sei entschieden worden, grundsätzlich keine Palästinenser zu beteiligen. Die Führung von Al-Qaeda habe die Palästinenser nicht in den Anschlag hineinziehen wollen. Sie hätten schon so mehr als genug zu tun. Zwar waren kein Palästinenser an den Anschlägen beteiligt, doch wissen wir, dass die Unterstützung der Palästinenser der Führung von Al-Qaeda bis heute ein zentrales Anliegen ist.“ (Bericht der Christians United For Israel: „Fatah marks 9/11 with disgraceful cartoon of Trump crashing plane into tower”)

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