Israel: Kann es mit Abbas je zu Frieden kommen?

„Die Reaktion des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde Mahmoud Abbas war toxisch. In seiner Rede beim Krisentreffen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit machte er zahlreiche unwahre und aufwieglerische Bemerkungen über Israel, die Juden und Jerusalem. (…) Ich kenne Abbas seit ungefähr anderthalb Jahrzehnten und es ist schmerzhaft mit anzusehen, wie dieser Mann, der allgemein für ‚moderat’ gehalten wird, so tief herabsinkt. Er hat dies schon einmal getan, doch machte er damals, als er dazu aufgefordert wurde, einen Rückzieher. Nachdem er 2016 vor dem Europaparlament behauptet hatte, israelische Rabbiner riefen dazu auf, die Brunnen in Westjordanland zu vergiften, erklärte er später, er sei falsch informiert gewesen.

Nun stellt Abbas Jerusalem als eine christlich-muslimische Stadt dar, mit der die Juden nur insofern zu tun haben, als sie Lügen über die Stadt verbreiten und sie schänden. Was er sich von derartig abscheulichen Äußerungen erwartet, ist mir nie klar gewesen. Die Hamas bei ihrem eigenen Geschäft übertrumpfen und sie in ihrem Judenhass übertreffen wird er nie können. Viele haben Präsident Trumps Erklärung zu Jerusalem kritisiert, weil sie den ‚Friedensprozess’ gefährde. Liest man Abbas’ Rede, kann man sich nur fragen: ‚Welcher Friedensprozess’? Wenn Abbas der einzige, ja der einzig mögliche palästinensische Friedenspartner ist und dies seine Ansichten sind, wie kann es da zu erfolgreichen Verhandlungen kommen? Wohl kaum. Diese Einschätzung mögen viele teilen, auch in der arabischen Welt.

Vielen ist die relativ moderate offizielle Reaktion der Araber aufgefallen. Vielleicht ist Abbas zu dem Schluss gekommen, dass die arabischen Machthaber ihn im Regen haben stehen lassen, und die Rede stellt seine emotionale Reaktion darauf dar, dass er im Stich gelassen worden ist. Das mag dahingestellt sein. Eindeutig ist aber, dass der ‚Friedensprozess’ nicht durch Entscheidungen wie die von Präsident Trump beschädigt wird, sondern durch die Art von Sprache, zu der Abbas sich hat hinreißen lassen. Seine Rede war aufwieglerisch, lügnerisch und antisemitisch.“ (Elliott Abrams: „Abbas and Jerusalem”)

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