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Türkische Angriffe: Syrische Kurden müssen Kampf gegen IS einstellen

Der Generalkommandeur der Syrischen Demokratischen Kräfte, Mazlum Abdi
Der Generalkommandeur der Syrischen Demokratischen Kräfte, Mazlum Abdi (Quelle: Voice of America Kurdish / Public Domain)

Die türkischen Luftschläge haben nicht nur kurdische Kräfte getroffen, sondern auch ein Gefangenenlager für IS-Kämpfer. Außerdem bedrohen sie die US-Kräfte in der Region.

Nach türkischen Luftangriffen erklärte am Donnerstag ein Sprecher der Syrischen Demokratischen Kräfte, die militärischen Auseinandersetzungen mit dem Islamischen Staat vorläufig zu beenden.

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Unter anderem wurde von der türkischen Luftwaffe auch das Camp al-Hol angegriffen, in dem viele IS-Kämpfer mit ihren Familien interniert sind: »›Mutmaßlich türkische Luftangriffe zielten auf kurdische Stellungen im berüchtigten Lager al-Hol im Nordosten Syriens (Rojava), in dem Tausende von Familien mit Verbindungen zum Islamischen Staat leben‹, berichteten lokale Medien am Mittwoch und fügten hinzu, dass einige Familien ›die Situation ausgenutzt haben und geflohen sind‹.«

Die Luftangriffe, die am Mittwochnachmittag in der Nähe des Lagers stattfanden, hätten also dazu geführt, heißt es auch in einem Bericht der Hawar News Agency, dass eine Reihe von mit dem IS verbundenen Familien aus dem Lager flüchten konnte, was eine anschließende Suchaktion der internen Sicherheitskräfte auslöste, die versuchten, die Geflüchteten wieder zu ergreifen. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete den türkischen Angriff ebenfalls und bezeichnete die Lage in al-Hol als »chaotisch«. 

Derweil sind auch die mit den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) verbündeten US-Militärs in der Region betroffen. So warnte das Pentagon am Mittwoch, die Luftangriffe der Türkei gegen kurdische Kräfte im Nordosten Syriens würden auch die US-Truppen gefährden und drohten, die jahrelangen Fortschritte im Krieg gegen den Islamischen Staat zu untergraben.

Pressesprecher Pat Ryder erklärte, das Verteidigungsministerium sei »zutiefst besorgt« über die sich verschärfenden Angriffe in Syrien, dem Irak und der Türkei, sagte aber nicht explizit, welche Parteien dafür verantwortlich seien. »Die jüngsten Luftangriffe in Syrien bedrohten direkt die Sicherheit des US-Personals, das mit lokalen Partnern zusammenarbeitet, um den IS zu besiegen und mehr als zehntausend IS-Gefangene in Gewahrsam zu halten«, schrieb Ryder in einer Pressemitteilung.

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