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Was Barack Obama über einen „griechischen Vierteljuden“ denkt

Reproduziert Obama bei seiner Schilderung Sarkozys antisemitische Stereotype?
Reproduziert Obama bei seiner Schilderung Sarkozys antisemitische Stereotype? (© Imago Images / UPI Photo)

Australischer Wirtschaftswissenschafter vergleicht Obamas Darstellung des ehemaligen französischen Präsidenten Sarkozy mit den antisemitischen Bildern über den ehemaligen britischen Premierminister Disraeli.

Matt Margolis, PJ Media

Der Wirtschaftswissenschaftler Henry Ergas hat in The Australian etwas in Obamas Memoiren bemerkt, das bisher von den Medien ignoriert wurde. Oder vielleicht wurde es bislang einfach noch nicht entdeckt, denn einmal ehrlich: Wie viele Leute, die Obamas Buch gekauft haben (das nur der erste Band seiner Präsidentschaftsmemoiren ist), haben es tatsächlich auch gelesen?

Laut Ergas „spiegelt das Schweigen, das die Beschreibung, die der ehemalige US-Präsident in seinem Buch dem ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy angedeihen ließ, die Normalisierung von beiläufigem Antisemitismus auf der ‚progressiven‘ Seite der Politik wider.“ Was also hat Obama über Sarkozy gesagt?

„Die Worte springen heraus und packen einen. Der ehemalige Präsident Barack Obama charakterisiert keinen anderen Führer der Welt mit ähnlichen Worten, wie er sie für den ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy reserviert.

In seinen jüngsten Memoiren sagt Obama, Sarkozy sei ein ‚Viertel griechischer Jude‘. Kein Wunder also, dass Sarkozy in Obamas Schilderungen ‚dunkle, ausdrucksstarke, mediterrane Züge‘ hat, die den übertriebenen, oft verzerrten Figuren ‚eines Toulouse-Lautrec-Gemäldes‘ ähneln.

Es ist auch kein Wunder, dass er ‚nur aus emotionalen Ausbrüchen und aufgeblasener Rhetorik besteht‘, während seine Konversation, die ungezügelten Ehrgeiz und unaufhörliche Aufdringlichkeit widerspiegelt, ‚von Schmeichelei über Getöse bis hin zu echter Einsicht schwankt‘.“

„Man könnte meinen, dass Obama absichtlich die Beleidigungen gegen Sarkozy richtet, die Benjamin Disraeli (1804-1881), dem ersten Menschen jüdischer Herkunft [Disraeli wurde im Alter von 13 Jahren anglikanisch getauft; Anm. Mena-Watch], der britischer Premierminister wurde, entgegengeschleudert wurden“, sinniert Ergas. „Der Kolonialverwalter Lord Cromer sagte über Disraeli, er sei von einer ‚Zielstrebigkeit‘ getrieben, die ‚eine jüdische Eigenschaft‘ sei. Mit seinen dunkelhäutigen, ‚orientalischen Zügen‘ sei Disraeli von einer ‚Sucht‘ nach ‚leidenschaftlichen Ausbrüchen‘ und ‚exzessiver Schmeichelei‘ besessen, die die Kennzeichen seiner ‚flinken Rasse‘ seien, so Lord Cromer.“

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Ergas argumentiert, dass Obama im Prinzip Cromers Darstellung von Disraeli reproduziert, und dass „die Eigenschaften, die Obama Sarkozy zuschreibt – vom öligen Teint bis zur aufdringlichen, egozentrischen Durchsetzungsfähigkeit – zentral für die antisemitische Karikaturen des Juden war, die sich im 19. Jahrhundert mit mörderischen Folgen herauskristallisierte.“

„Wenn Antisemitismus darin besteht den Begriff ‚Jude‘ zu verwenden, um einen zusammenhängenden Katalog unattraktiver Eigenschaften hervorzurufen, zu betonen oder zu erklären, dann ist Obamas Beschreibung von Sarkozy zweifellos antisemitisch‘, erklärt Ergas, bevor er feststellt, dass ‚keine der überschwänglichen Kritiken‘ in linksliberalen Zeitungen wie der New York Times oder der Washington Post „Obamas Aussage auch nur für erwähnenswert hielt.“

(Aus dem Artikel Are There Anti-Semitic Tropes in Obama’s Memoir?“, bei PJMedia erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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