Vorwürfe von Erdogan: Eklat bei Staatsbankett

„Der türkische Präsident pöbelte bei seiner Rede zum Staatsbankett massiv gegen Deutschland. Mitten im Text wich er vom Redemanuskript ab, sprach frei. Tenor seiner wilden Attacken: Deutschland schütze Terroristen, die Tausende Türken auf dem Gewissen hätten. ‚Und die laufen hier einfach unbehelligt rum‘, rief er. Offenbar störte sich Recep Tayyip Erdogan Erdogan auch daran, dass Steinmeier in seiner Rede vorsichtig Pressefreiheit und Grundrechte in der Türkei angemahnt hatte: ‚Wir haben doch schon heute morgen darüber geredet‘, rief er Steinmeier erzürnt zu.

Ein Eklat – und für das diplomatische Parkett absolut unüblich! Er hetzte auch massiv gegen die in der Türkei verfolgten Journalisten: ‚Wenn diese Journalisten sich terroristisch betätigen, wie kann man sie dann noch verteidigen‘ – ein klarer Angriff gegen Steinmeier. (…) Nach seinem Wutausbruch kehrte Erdogan wieder zu seinem Manuskript zurück, beendete die Rede mit einem Bismarck-Zitat auf Deutsch: ‚Die Liebe der Türken und Deutschen zueinander ist so alt, dass sie niemals zerbrechen wird.‘ Die Bankett-Gäste applaudierten.“ (Bericht in der Berliner Zeitung: „Erdogan wirft Deutschland Unterstützung von Terroristen vor“)

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