Im November war Syrien der internationalen Koalition gegen den Islamischen Staat beigetreten. Nun nahm es erstmals offiziell an einem Treffen des Bündnisses in Saudi-Arabien teil.
Mehr als drei Monate nachdem die Übergangsregierung in Damaskus der von den USA geführten globalen Koalition gegen den Islamischen Staat (IS) beigetreten war, begrüßte das Bündnis Syrien am Montag offiziell als sein neunzigstes Mitglied. Die eintägige Sitzung in Riad wurde vom stellvertretenden saudischen Außenminister Waleed al-Khuraiji geleitet und von Vertretern aller neunzig Koalitionsstaaten besucht, berichtete der saudische Staatsfernsehsender Al-Ekhbariya. Der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani und der US-Gesandte für Syrien, Tom Barrack, waren ebenfalls anwesend.
In einer nach dem Treffen veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der USA und Saudi-Arabiens bekräftigten die Koalitionsmitglieder ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung und forderten direkte Unterstützung für die Terrorismusbekämpfung in Syrien und im Irak. Ziel des Treffens war es, »die Erfolge im Kampf gegen die Terrororganisation (ISIS/Daesh) zu konsolidieren und dringende Sicherheitsprobleme in Syrien und im Irak anzugehen«, hieß es in der Erklärung.
Integration in kurdischen Gebieten
Die Teilnehmer lobten auch die Führungsrolle der kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) für ihren Beitrag zum Kampf gegen den IS. Die SDF fungiert als militärische Kraft in der de facto autonomen Region Rojava im Nordosten Syriens und ist seit einem Jahrzehnt der wichtigste Partner der von den USA geführten Koalition in Syrien. Hochrangige saudische und amerikanische Beamte, die gemeinsam den Vorsitz bei den Gesprächen zur Terrorismusbekämpfung führten, begrüßten auch das jüngste Waffenstillstandsabkommen zwischen der syrischen Regierung und den SDF sowie die Pläne für eine zivile und militärische Integration in den kurdisch dominierten Gebieten Syriens.
Der Beitritt Syriens zur Koalition folgte auf ein wegweisendes Treffen im vergangenen November zwischen dem syrischen Interimspräsidenten Ahmed al-Sharaa und US-Präsident Donald Trump, das den ersten Besuch eines syrischen Staatschefs in den Vereinigten Staaten seit achtzig Jahren markierte. Damals bezeichnete SDF-Kommandeur Mazloum Abdi die Aufnahme Syriens in die Koalition als »einen entscheidenden Schritt zur Verbesserung der Zusammenarbeit und zur Stärkung von Initiativen, die darauf abzielen, den IS dauerhaft zu besiegen und seine Bedrohung für die Region zu beseitigen«.






