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VAE nehmen am »Marsch der Lebenden« in Auschwitz teil

Der Marsch der Lebenden in Auschwitz-Birkenau
Der Marsch der Lebenden in Auschwitz-Birkenau (© Imago Images / ZUMA Wire)

Die Teilnahme der Vereinigten Arabischen Emirate sind eine historische Möglichkeit, eine Botschaft der Versöhnung und des Friedens für die Zukunft auszusenden.

Dieses Jahr nimmt zum ersten Mal eine offizielle Delegation aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) am Marsch der Lebenden teil, seitdem die Veranstaltung vor etwa dreißig Jahren ins Leben gerufen wurde.

Die Delegation wird von H. E. Ahmed Obaid Al Mansoor angeführt, dem Gründer sowohl der ersten Holocaust-Gedenkgalerie in der arabischen Welt als auch des Crossroads-of-Civilization-Museums. Begleitet wird er von Eitan Neishlos, der als Botschafter des Marsches der Lebenden in den Golfstaaten fungiert und dessen emiratischen Ortsverband leitet.

Dabei wird Al-Mansoor gemeinsam mit Neishlos, dessen Großeltern selbst Holocaustüberlebende waren, eine Gedenkfackel im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau entzünden.

Der internationale Marsch der Lebenden findet jedes Jahr an Israels nationalem Holocaust-Gedenktag statt, um an die sechs Millionen jüdischen Männer, Frauen und Kinder zu erinnern, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden.

Der 32 Kilometer lange Marsch vom Stammlager Auschwitz 1 zum Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau findet heuer am 28. April statt. Die Abschlusszeremonie wird in den Ruinen der Krematorien von Birkenau stattfinden, bei der Ansprachen von Israels früherem Oberrabbiner Yisrael Meir Lau, Jerusalems Bürgermeister Moshe Lion und Holocaust-Überlebenden sowie Delegierten aus 25 Ländern gehalten werden. Im Zuge dieser Zeremonie werden Al-Mansoori und Neishlos auch gemeinsam die Erinnerungsfackel entzünden.

Al Masoori sagte gegenüber der israelischen Tageszeitung Israel Hayom, die Lehren aus der Vergangenheit und die Gefahren von Hass und Vorurteilen müssten zum Wohl der Menschheit weltweit zur Kenntnis genommen werden.

»Die neuen Verhältnisse im Nahen Osten, die einen großen Beitrag zu einer tiefen Freundschaft zwischen Juden und Muslimen beigetragen haben, stellen für die Kinder der Abraham-Abkommen eine historische Möglichkeit dar, in Einheit zusammenzustehen, um der Holocaust-Opfer zu gedenken und eine Botschaft der Versöhnung und des Friedens für die Zukunft auszusenden.«

Neishlos fügte hinzu, die Möglichkeit, einen Verband des Marschs der Lebenden in den VAE wie im Golf insgesamt zu gründen, könne dazu beitragen, dass weitere Menschen in der Region über den Horror des Holocaust erfahren und die Lehren aus dieser schrecklichen Vergangenheit ziehen. Die Präsidentin des Marschs der Lebenden, Phyllis Greenberg Heideman, erklärte:

»Nach den Abraham-Abkommen haben wir die Möglichkeit und die Verpflichtung, mehr Menschen über den Holocaust und die Lehren zu unterrichten, die aus der Geschichte zu ziehen sind. Die Teilnahme einer offiziellen Delegation der VAE und die Existenz unserer Organisation in der Region sind wichtige erste Schritte, die Zukunft des Holocaust-Gedenkens und der Holocaust-Erziehung zu garantieren und zu erweitern.«

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