Ali Rashid Al Nuaimi, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung des Föderalen Nationalrats, sprach in einer Videobotschaft zu den Mitgliedern der Knesset.
Ein hochrangiger Beamter der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) forderte vergangenen Woche die israelischen Abgeordneten auf, gemeinsam an der Ausweitung des Abraham-Abkommens zu arbeiten, um dem islamischen Extremismus in der Region entgegenzuwirken.
Die direkten Äußerungen in der ungewöhnlichen Videobotschaft an das israelische Parlament waren ein Zeichen für die starken Bindungen zwischen Israel und den VAE und folgten auf den symbolischen Schritt der zentralasiatischen Republik Kasachstan, dem wegweisenden Friedensabkommen von 2020 beizutreten, in dessen Rahmen vier arabische Länder unter der Führung der VAE unter der ersten Trump-Regierung Frieden mit Israel geschlossen hatten.
Persönliches Engagement
»Wir stehen beide vor denselben Herausforderungen«, sagte Ali Rashid Al Nuaimi, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung des Föderalen Nationalrats, Anfang letzter Woche in einer Videobotschaft an die Mitglieder der Knesset.
»Es ist daher unsere Verantwortung, nicht nur Erklärungen abzugeben und an Konferenzen teilzunehmen, sondern uns tatsächlich dafür einzusetzen, mehr Freunde in der Region und weltweit zu gewinnen, um die Abraham-Abkommen zu unterstützen, den Frieden zu fördern und der Ideologie jener Feinde entgegenzuwirken, die uns spalten und unsere Bemühungen um Frieden und Wohlstand für alle in der gesamten Region untergraben wollen«.
Al Nuaimi, der vor fünf Jahren eine Schlüsselrolle bei der Normalisierung der Beziehungen zwischen den VAE und Israel innehatte und ein überzeugter Befürworter der Abraham-Abkommen ist, forderte die israelischen Parlamentarier auf, sich für die Schaffung eines dringend benötigten »Friedensnarrativs« einzusetzen.
Ein Normalisierungsabkommen sei »kein Friedensabkommen, sondern ein Stück Papier«, weshalb »Brücken des Vertrauens, des Verständnisses und des Respekts« notwendig seien, um dem Hass und Antisemitismus der Muslimbruderschaft entgegenzuwirken, die daran arbeite, das Abkommen zu untergraben. »Wir müssen gemeinsam auf einen nachhaltigen Frieden hinarbeiten und dürfen nicht in die Fallen von Extremisten tappen, die uns spalten und uns ihre Agenda aufzwingen wollen«, forderte er seine Zuhörer auf.
Der hochrangige emiratische Beamte sorgte für Schlagzeilen, als er letztes Jahr nach Israel kam, um der Familie des Chabad-Vertreter, der in den VAE bei einem Anschlag von iranisch unterstützten Terroristen ermordet worden war, sein Beileid auszusprechen.
Die stellvertretende israelische Außenministerin Sharren Haskel, die Al Nuaimi während eines Besuchs in Abu Dhabi im September anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Abraham-Abkommens traf, sagte, dass das Friedensabkommen in den kommenden Jahren ausgeweitet werde, da weitere muslimische Länder Friedensabkommen mit dem jüdischen Staat schließen würden, während die Beziehungen zu den Golfstaaten immer enger würden.
US-Präsident Donald Trump hat erklärt, davon auszugehen, dass Saudi-Arabien bis Ende des Jahres dem Abraham-Abkommen beitreten werde, obwohl Riad eine solche Entscheidung an die Schaffung eines palästinensischen Staates geknüpft hat, was in Israel auf breite Ablehnung stößt.






