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USA: Wahl 2020

Illustration, Silhouette von Trump und Biden vor der zerrissenen Flagge der USA und Coronaviren
Trump vs. Biden (© Imago Images | Mario Aurich)

Die Wahlnacht bringt kein klares Ergebnis. Die Wahl werden die Briefwähler weniger Staaten entscheiden.

Zwischenstand nach Wahlmännern

BBC: Trump 213 | Biden 220

CNN: Trump 213 | Biden 220

New York Times: Trump 213 | Biden 224

Der vorläufige Stand

Die Entscheidung wird in folgenden Bundesstaaten fallen: Arizona, Georgia, Pennsylvania, Michigan und Wisconsin. Ohio und Florida hat Trump gewonnen. Arizona dürfte an Biden gehen, vor vier Jahren hatte Trump hier gewonnen. Um 7:30 liegt Trump in Georgia, Wisconsin, Michigan und Pennsylvania bei den ausgezählten Stimmen relativ klar voran. Doch in allen diesen Bundesstaaten könnten die vor dem Wahltag abgegeben Stimmen das Ergebnis noch drehen, bei diesen hat Biden einen deutlich höheren Stimmenanteil als Trump. Das Ergebnis wird erst feststehen, wenn alle Briefwahlstimmen ausgezählt sind.

Was sich niemand gewünscht hat, ist am Wahrscheinlichsten geworden: Es gibt keinen klaren Sieger, das Ergebnis wird vermutlich erst in Tagen feststehen. Man kann nur hoffen, dass die Anhänger beider Kandidaten in Ruhe das Endergebnis abwarten.

Entwicklung

Jetzt hält Joe Biden eine Rede in Delaware. Er sagt, er werde die Wahl gewinnen, wenn erst jede einzelne Stimme ausgezählt sei. Die Briefwahl-Stimmen würden den Ausschlag geben. Bidens Optimismus kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass er seine Ziele in den bisher ausgezählten Bundesstaaten klar verfehlt hat. Nach dem der Rede kommt er noch einmal auf die Bühne zurück – und sammelt seine Notizen ein, die er vergessen hatte.

Die Republikaner sprechen bereits von einem klaren Sieg Donald Trumps, aber noch sind zu viele Stimmen nicht ausgezählt. Sicher ist nur, dass aus dem von vielen erhofften und von den meisten erwarteten klaren Sieg Bidens nichts geworden ist.

Trump wird Ohio und Florida gewinnen. Biden hat sehr viel schlechter abgeschnitten als die meisten Kommentatoren erwartet hatten. Was nicht bedeuten muss, dass er die Wahl verliert. Noch liegen die beiden Kandidaten in zu vielen Staaten zu eng beieinander, um den Ausgang seriös zu prognostizieren. Noch immer haben alle Bundesstaaten anscheinend so gewählt wie 2016.

Die Demokraten werden aller Voraussicht nach die Mehrheit im Kongress verteidigen.

Wieder die BBC: »Donald Trump schlägt sich sehr viel besser als die Demokraten und 95% der Medien vorhergesagt haben.«

Die Wahl beginnt, sich zu drehen. BBC gibt Trump bessere Chancen. Alles ist möglich, aber das Momentum geht in Richtung four more years.

BBC berichtet: Trump gewinnt in allen Bevölkerungsgruppen gegenüber 2016 dazu, bei Latinos, Frauen, Schwarzen, etc. Die einzige Gruppe, bei der er verliert, sind weiße Männer. Das ist die eigentliche Überraschung des Abends.

Sogar Texas ist knapp. Biden hat die Chance, den Bundesstaat als erster Demokrat seit Jimmy Carter 1976 zu gewinnen. Aber noch ist nichts entschieden.

Biden hat mehr Optionen, auf 270 Wahlmännerstimmen zu kommen, als Trump. Die Voraussagen der großen Sender gehen weit auseinander. Aus dem Verhalten der Wähler lassen sich bisher nur schwer Schlüsse ziehen. Trump gewinnt in Florida bei den Latinos, verliert aber bei Latinos in anderen Bundesstaaten. Dennoch: Im Augenblick scheint das Momentum auf Bidens Seite zu sein.

Trump wird Florida gewinnen, aber der Trend in Texas (!) und Ohio geht in Richtung Biden.

Biden liegt in Ohio in allen ausgezählten Bezirken besser als Clinton, Trump in fast allen hinter seinem Ergebnis von 2016.

Die New York Times zählt Florida mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Trump

Massachusetts (11), Maryland (10), Delaware (3) an Biden

Oklahoma (7) an Trump

Nach fast 10 Mio. ausgezählten Stimmen in Florida: 49,6% Trump, 49,4% Biden. Knapper geht’s nicht.

Florida wird sehr knapp. In Miami-Dade liegt Biden derzeit schlechter als Clinton 2016, in kleineren Counties jedoch vergleichsweise besser.

Virginia (13) und Vermont (3) an Biden, beide gingen 2016 an Clinton

Indiana (11) und Kentucky (8) gehen wie 2016 an Trump

Erste Hochrechnungen und Ergebnisse

Die ersten Wahllokale schließen um 1.00 Uhr MEZ. Ab dann können wir erste Hochrechnungen erwarten. Um 2:00 Uhr schließen die Wahllokale in den Swing States Pennsylvania, Ohio und Florida, eine Stunde später in Wisconsin und Arizona. Also: ab 2.00 Uhr wird es spannend.

Die Ausgangsbasis

In 50 Bundesstaaten werden 538 Wahlmänner gewählt. Der Sieger braucht 270 der insgesamt 538 Wahlmänner. 2016 kam Donald Trump auf 304 Wahlmännerstimmen, landesweit erzielte seine Kontrahentin Hillary Clinton mit 48,2% der Stimmen ein besseres Ergebnis als Trump (46,1). Fast 100 Millionen Wählerinnen und Wähler haben bereits per Brief oder in vorab geöffneten Wahllokalen abgestimmt, was ungefähr 70 Prozent der 2016 bei der Präsidentenwahl abgegebenen Stimmen entspricht. Man rechnet mit einer Rekordbeteiligung.

Die vollständige Auszählung der enormen Zahl an Briefwahl-Stimmen wird dauern. Daher lässt sich schwer abschätzen, wann das offizielle Ergebnis der US-Wahl 2020 feststehen wird. Nur wenn die Hochrechnungen in den bedeutenden Swing States eindeutig ausfallen, wird der 46. Präsident der Vereinigten Staaten am Morgen des 4. November unserer Zeitrechnung feststehen.

Glaubt man den Umfragen, hat Joe Biden 238 Wahlmänner so gut wie sicher und Donald Trump 117. Demnach ist es in folgenden Bundesstaaten besonders knapp: Florida (29 Wahlmänner), Pennsylvania (20), Michigan (16), Wisconsin (10), North Carolina (15) und Arizona (11). 2016 hatte Trump alle diese Staaten gewonnen. Noch ein Detail: In der Geschichte der USA hat noch kein republikanischer Kandidat die Wahl gewonnen, der nicht Ohio für sich entscheiden konnte. Dort führt in den Umfragen Donald Trump.

Gewählt werden auch alle 435 Mitglieder des US-Repräsentantenhauses. Aktuell haben die Demokraten eine Mehrheit von 232 Abgeordneten, die Republikaner kommen auf 197 Sitze, einen Sitz hat ein Libertärer inne, der die Republikaner verlassen hatte, 5 Sitze sind vakant.

Zur Wahl stehen auch 35 von 100 Senatssitzen, 33 werden dem regulären Rhythmus entsprechend gewählt, dazu kommen  Nachwahlen in Arizona (Sitz des verstorbenen John McCain) und in Georgia (Sitz des zurückgetretenen Johnny Isakson). 11 Bundesstaaten und zwei Außengebiete wählen ihre Gouverneure, und alle Bundesstaaten außer Alabama, Louisiana, Maryland, Mississippi, New Jersey und Virginia wählen ihre Parlamente. Dazu kommen noch Bürgermeister- und andere Lokalwahlen sowie Referenden.

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