Marco Rubio warnt, das wachsende Raketenarsenal Teherans und dessen Bestrebungen nach Interkontinentalraketen gefährde die US-Streitkräfte, Verbündete und die USA.
Im Vorfeld der indirekten Atomgespräche gestern in Genf bezeichnete US-Außenminister Marco Rubio die Weigerung des Irans, über sein ballistisches Raketenprogramm sprechen zu wollen, als Problem, das angegangen werden müsse. Das Arsenal der Islamischen Republik stelle nämlich eine »unhaltbare Bedrohung« für die amerikanische Heimatfront dar.
»Der Iran verfügt über eine sehr große Anzahl ballistischer Raketen, insbesondere Kurzstreckenraketen, welche die Vereinigten Staaten und unsere Stützpunkte in der Region sowie unsere Partner in der Region und alle unsere Stützpunkte – in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Katar, in Bahrain – bedrohen, und sie verfügen auch über Marineeinheiten, welche die Schifffahrt bedrohen und versuchen, die US-Marine zu bedrohen. Ich möchte, dass alle verstehen, dass sie über ein Atomprogramm hinaus auch über konventionelle Waffen verfügen, die ausschließlich dazu bestimmt sind, Amerika und Amerikaner anzugreifen, wenn sie sich dazu entschließen.«
In den vergangenen Wochen erklärte Rubio gegenüber Abgeordneten, dass iranische Raketen etwa neun Stützpunkte erreichen können, in denen US-Streitkräfte stationiert sind. »Sie alle befinden sich in Reichweite eines Systems aus Tausenden von iranischen Drohnen und Kurzstreckenraketen, die unsere Streitkräfte bedrohen«, sagte Rubio laut dem Wall Street Journal.
»Diese Dinge müssen angegangen werden. Die Verhandlungen und Gespräche werden sich weitgehend auf das Atomprogramm konzentrieren und wir hoffen, dass Fortschritte erzielt werden können, denn das ist der Wunsch des Präsidenten, Fortschritte auf diplomatischer Ebene zu erzielen«, erklärte er am Mittwoch. »Aber es ist auch wichtig, sich daran zu erinnern, dass der Iran sich weigert, mit uns oder irgendjemand anderem über die ballistischen Raketen zu sprechen, und das ist ein großes Problem.«
Warnung vor Interkontinentalraketen
Rubio warnte auch, dass die Islamische Republik die Entwicklung von Interkontinentalraketen anstrebt, die das Festland der Vereinigten Staaten erreichen können und bereits über Waffen verfügt, die einen Großteil Europas erreichen können. Als Beleg dafür führte Trumps Außenminister die Versuche des iranischen Regimes an, Satelliten ins All zu schicken und die Reichweite seines derzeitigen Raketenarsenals zu erhöhen und wies darauf hin, dass die »Reichweiten [iranischer Raketen] weiterhin exponentiell wachsen«.
Rubio zeigte sich erstaunt darüber, dass die Islamische Republik trotz »Sanktionen, einer zerrütteten Wirtschaft und einer leidenden Bevölkerung« in der Lage ist, so viel in sein Raketenprogramm zu investieren: »Irgendwie finden sie immer noch das Geld, um jedes Jahr in Raketen mit immer größerer Kapazität zu investieren. Das ist eine untragbare Bedrohung.«
Rubio verwies auf Trumps Rede zur Lage der Nation am vergangenen Dienstagabend und sagte, der US-Präsident habe deutlich gemacht, dass er »immer die Diplomatie bevorzuge«. Der Außenminister betonte jedoch, dass »der Iran eine sehr ernsthafte Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellt, und das schon seit sehr langer Zeit. … Nachdem ihr Atomprogramm zerschlagen wurde, wurde ihnen gesagt, sie sollten nicht versuchen, es wieder aufzunehmen, und hier sind sie nun, wie Sie sehen können … und versuchen, Teile davon wieder aufzubauen. Sie betreiben derzeit keine Urananreicherung, aber sie versuchen, an den Punkt zu gelangen, an dem sie dies letztendlich tun können.«






