Islamabad steht laut pakistanischen Beamten mit beiden Seiten bezüglich des Zeitplans in Kontakt und habe von Teheran eine positive Rückmeldung zu einer zweiten Verhandlungsrunde erhalten.
Die Verhandlungsteams der USA und des Iran könnten bereits an diesem Wochenende nach Islamabad zurückkehren, um eine neue Gesprächsrunde zur Entschärfung ihres Konflikts zu führen, teilten mehrere Quellen am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters mit.
Eine an den Gesprächen beteiligte Quelle sagte, es sei noch kein Termin festgelegt worden, aber beide Delegationen hielten sich Freitag bis Sonntag für ein mögliches Treffen frei. Zwei pakistanische Beamte erklärten, Islamabad stehe mit beiden Seiten bezüglich des Zeitpunkts in Kontakt und habe von Teheran bereits eine positive Antwort bezüglich einer zweiten Runde erhalten.
Die geplanten Gespräche würden auf hochrangige Treffen in Pakistans Hauptstadt am vergangenen Wochenende folgen, die von US-Vizepräsident JD Vance und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf geleitet wurden. Sie stellten das höchste direkte Engagement zwischen Washington und der Islamischen Republik seit Jahrzehnten dar.
Vance bezeichnete Washingtons Vorschlag, der aus diesen Gesprächen hervorgegangen war, als dessen »endgültiges und bestes Angebot« und sagte, es liege nun am Iran, zu entscheiden, ob er es annehme.
Knackpunkt Anreicherung
Der Zusammenbruch der Verhandlungen mit dem islamischen Regime am Sonntag, die darauf abzielten, den fast sechswöchigen Krieg zu beenden, gefährdet einen fragilen, auf zwei Wochen angelegten Waffenstillstand. Jerusalem und Washington hatten am 28. Februar gemeinsame Militäroperationen gegen das iranische Regime gestartet, bis US-Präsident Donald Trump am 7. April den Waffenstillstand verkündete.
Washington hat für weitere Gespräche mit Teheran klare rote Linien gezogen, darunter die Einstellung jeglicher Urananreicherung, den Abbau wichtiger Anreicherungsanlagen, die Herausgabe des hochangereicherten Materials, die vollständige Wiederöffnung der Straße von Hormus ohne jede Einschränkung, die Sicherung eines umfassenderen Friedens, der regionale Verbündete einbezieht, sowie die Einstellung der Unterstützung für terroristische Stellvertreter wie die Hisbollah im Libanon und die Huthi im Jemen, wie zwei vom Wall Street Journal zitierte US-Beamte angaben.
Die Trump-Regierung habe deutlich gemacht, dass das angereicherte Uran des Iran das »zentrale Thema« in den Verhandlungen mit der Islamischen Republik sei, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Montag. Vance rief Netanjahu nach dem Scheitern der Gespräche in Islamabad an und stellte klar, »dass das zentrale Thema auf der Agenda von Präsident Trump und den USA die Beseitigung des gesamten angereicherten Materials ist und die Gewährleistung ist, dass es in den kommenden Jahren keine Anreicherung mehr gibt.« Dieses Verbot für eine Anreicherung innerhalb des Iran könnte auf Jahrzehnte angelegt sein, sagte der israelische Regierungschef gegenüber Reportern bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem.





