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USA arbeiten an irakisch-saudischem Bündnis zur Schwächung des Iran

USA arbeiten an irakisch-saudischem Bündnis zur Schwächung des Iran„Der irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi lächelte, als er am 22. Oktober den saudi-arabischen König Salman traf. Der Sonderbeauftrage des US-amerikanischen Präsidenten für die ‚Global Coalition to Defeat ISIS‘ Brett McGurk und der US-amerikanische Außenminister Rex Tillerson waren beide in Riad. ‚Mit Außenminister Tillerson, um die historische Aufnahme und jetzt Stärkung der Beziehungen zwischen dem Irak und dem KSA [Königreich von Saudi-Arabien] zu begrüßen’, schrieb McGurk am 21. Oktober. Das irakisch-saudische Bündnis soll einen Anker bilden für ein breiter angelegtes Engagement Saudi-Arabiens nicht nur im Irak, sondern auch im Osten Syriens. Sollte sich dies im kommenden Jahr verwirklichen, würde es dem Iran signalisieren, dass es einen rivalisierenden ‚Halbmond’ gibt, der ihren Landkorridor von Teheran über Bagdad und Damaskus nach Beirut in zwei Teile schneidet. Dabei hängt alles davon ab, ob Amerikas Plan für Bagdad Früchte trägt und der Irak aus den Klauen des enormen iranischen Einflusses befreit werden kann. (…)

Die Schaffung eines irakisch-saudischen Bündnisses ist ein besonderes Anliegen der Administration Präsident Donald Trumps gewesen und McGurk hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt. (…) Die USA bemühen sich darum, dass sich allmählich auf ganzer Breite Druck gegen den Iran in der Region aufbaut. Hierzu müssen ihre Zielvorgaben im Irak, in Syrien, im Libanon und andernorts mühsam austariert werden, wozu auch Druck auf Israel gehört. So berichtete Ynet vor kurzem, die USA hätten Israel mit Blick auf saudische Interessen zugeredet, sich mit dem Gesetzentwurf zur Vergrößerung Jerusalems Zeit zu lassen. Die Amerikaner mögen meinen, dass sie einen Plan haben, um Saudi-Arabien, den Irak, Ostsyrien und den Libanon dazu zu ermuntern, sich dem iranischen Streben nach Hegemonie entgegenzustellen. Allerdings kann dabei noch allerhand schief gehen. Zum einen könnte die Schwächung der Kurdischen Regionalregierung die Versorgungslinie der Demokratischen Kräfte Syriens über Faysh Khabur gefährden. Werden die USA sich um eine andere Route bemühen, etwa über das den Kurden von irakischen Streitkräften im Oktober abgenommene Rabiah? Wie steht die Türkei zu den Entwicklungen in der Region? Viele Fragen bleiben unbeantwortet, aber immerhin scheint Riad nach Jahren der Frustration Schritte zur Umsetzung einer langfristigen Politik in der Region einzuleiten.“ (Seth J. Frantzman: „US pushes Saudi-Iraqi alliance to stem Iranian expansion“)

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