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USA ziehen sich aus wichtiger Basis in Nordostsyrien zurück

Abzug der US-Truppen aus der Basis Qasarak in Nordostsyrien
Abzug der US-Truppen aus der Basis Qasarak in Nordostsyrien (© Imago Images / Middle East Images)

Der Abzug der amerikanischen Truppen folgt auf eine Vereinbarung zwischen Damaskus und den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften über die Verwaltung der Region Rojava.

Die Vereinigten Staaten haben am Montag mit dem Rückzug aus der Qasrak-Basis in Hasaka im von den Kurden als Rojava bezeichneten Nordosten Syriens begonnen und transportieren die Ausrüstung in den Irak. Dieser Schritt folgt auf eine Vereinbarung zwischen Damaskus und den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) über die Verwaltung der Region. Der Rückzug aus der Militärbasis wird voraussichtlich zwanzig Tage dauern.

Wie die kurdische Nachrichtenplattform Rudaw berichtete, hat ein Konvoi aus Dutzenden von Lastwagen, die gepanzerte Fahrzeuge und Fertigbauten transportierten, die Straße zwischen dem Stützpunkt und der irakischen Grenze genommen. »Innerhalb eines Monats werden sie sich aus Syrien zurückgezogen haben und es wird keine militärische Präsenz mehr in den Stützpunkten geben«, erklärte ein syrischer Regierungsbeamter gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP.

Die aktuellen Truppenbewegungen folgen auf den kürzlichen Abzug der amerikanischen Streitkräfte aus den Stützpunkten Al-Tanf im Südosten und Shadadi im Nordosten, der in den letzten zwei Wochen abgeschlossen wurde. Die zuständigen Beamten haben jedoch noch keine Details zum Zeitplan für den vollständigen Abzug oder zum künftigen Status der US-Operationen in der Region bekannt gegeben.

Vollständiger Abzug?

Der Abzug folgt auf ein von den USA vermitteltes Abkommen, mit dem tagelange intensive Kämpfe zwischen den SDF und von Damaskus unterstützten bewaffneten Fraktionen, darunter die syrische arabische Armee, beendet wurden. Die SDF, die bislang de facto die militärische Kraft in der autonomen Region Rojava stellten, war in den letzten zehn Jahren der wichtigste Partner der US-geführten Anti-IS-Koalition in Syrien.

Mitte Januar rückten syrische Regierungstruppen und verbündete Gruppen in mehrere nordöstliche Städte vor, die zuvor unter der Kontrolle der SDF standen. Nach tagelangen Kämpfen gaben die SDF und Damaskus am 29. Januar bekannt, eine international vermittelte Vereinbarung zur Beendigung der Feindseligkeiten und zur Integration der zivilen und militärischen Institutionen Rojavas, einschließlich der kurdisch geführten Streitkräfte, in die staatlichen Strukturen erzielt zu haben. Die USA begrüßten das Abkommen als einen Schritt in Richtung Einheit und Versöhnung in Syrien.

Laut einer Ankündigung des Pentagons vom Juli 2025 waren zu diesem Zeitpunkt noch etwa 1.500 amerikanische Soldaten in Syrien stationiert.

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