Latest News

US-Kandidat für die Gaza-Regierung bezeichnet Israel als kolonialistisches Implantat

Der zum Leiter des Nationalen Komitees für die Verwaltung von Gaza ernannte Ali Shaath (mi.) zu Gast in Ägypten
Der zum Leiter des Nationalen Komitees für die Verwaltung von Gaza ernannte Ali Shaath (mi.) zu Gast in Ägypten (© Imago Images / APAimages)

Der von den USA zur Leitung des Nationalen Komitees für die Verwaltung des Gazastreifens vorgesehene Ali Shaath ist stolz darauf, Gewalt gegen israelische Soldaten verübt zu haben.

Der mit der Leitung des Wiederaufbaus der Verwaltung im Gazastreifen beauftragte Ali Shaath, wurde im Januar vom Weißen Haus als »weithin angesehener technokratischer Führer« gelobt. Eine israelische NGO erklärte jedoch, Shaath teile die radikal antiisraelische Position, die man von einem ehemaligen Funktionär der Palästinensischen Autonomiebehörde leider erwarten müsse. »Seine Ideologie stammt direkt aus dem Handbuch der Palästinensischen Autonomiebehörde zur Förderung von Hass und Terror«, erklärte Palestinian Media Watch (PMW) am Sonntag in einer Stellungnahme.

Wie PMW enthüllte, hatte Shaath seine Ansichten über Israel und Terrorismus in einem Podcast vom April 2025 öffentlich gemacht, bevor US-Präsident Donald Trump ihn nun zum Leiter des Nationalen Komitees für die Verwaltung des Gazastreifens (NCAG) ernannte. In dem in Frage stehenden Interview erklärte Shaath Israel zu einem westlichen Kolonialprojekt. »Dieser Kolonialist [Israel], der von Amerika und Westeuropa eingesetzt wurde …, sie haben ihn [Israel] nach der Balfour-Erklärung in Palästina eingesetzt.«

Während des Interviews nannte Shaath Israel nicht beim Namen, sondern bezeichnete es stets als »Besatzung« und leugnete damit faktisch dessen Existenzrecht. PMW wies darauf hin, dass im Sprachgebrauch der PA ganz Israel als »Besatzung« und alle israelischen Städte als »Siedlungen« bezeichnet werden.

Shaath vertrat dabei nicht nur die Ideologie der PA, sondern gab auch zu, sich an deren gewalttätigen Taktiken beteiligt zu haben, und prahlte mit seiner Rolle bei der Organisation von Angriffen auf israelische Stellungen in Khan Yunis, der Stadt im Gazastreifen, in der er geboren wurde.

»Wie jeder Palästinenser habe ich mit jungen Leuten in der Schule Aktionen durchgeführt, Demonstrationen gegen die israelische Besatzung, und wir gingen an Orte, an denen es Kontrollpunkte und Stellungen der Besatzungsmacht [d. h. Israels] gab, und bewarfen sie mit Steinen.  Wir haben an diesem Tag ein Feuer entfacht, und ich war tatsächlich der Organisator dieser nationalen Aktion in der Stadt Khan Yunis. Es ist mir gelungen, alle Hoffnungen und Gefühle der Menschen zu wecken, und sie machten sich auf den Weg zu den Stellungen der Besatzungsmacht“, sagte Shaath.

Zeitverschwendung

PMW-Gründer und -Direktor Itamar Marcus erklärte gegenüber Jewish News Syndicate, dass »der Versuch der USA, eine Zukunft für die Bewohner Gazas zu schaffen, vollständig von der Qualität der Menschen abhängt, die Gaza regieren werden. Die Amerikaner müssen den [vorgesehenen] Führern sagen, dass sie die Ehrlichkeit und das Selbstvertrauen haben müssen, den Palästinensern eine für sie schwierige Wahrheit zu sagen: Die Juden sind seit Tausenden von Jahren in diesem Land beheimatet, und daher hat Israel ein Recht auf Existenz.«

Wenn die palästinensischen Führer nicht einmal dazu in der Lage seien, dann mache es keinen Sinn, Zeit mit dem Experiment eines Nationalen Komitees für die Verwaltung des Gazastreifens zu verschwenden, meinte Marcus. »Wenn Ali Shaath mit diesen Worten nur die Ideologie der Palästinensischen Autonomiebehörde nachplapperte, ist es jetzt an der Zeit, dass er sich entschuldigt und den Palästinensern die Wahrheit sagt. Wenn er tatsächlich daran glaubt [was er gesagt hat], muss Trump ihn ersetzen, bevor er überhaupt mit seiner Arbeit anfängt«.

Bleiben Sie informiert!
Mit unserem wöchentlichen Newsletter erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren.

Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Spenden Sie jetzt mit Bank oder Kreditkarte oder direkt über Ihren PayPal Account. 

Mehr zu den Themen

Das könnte Sie auch interessieren

Wir reden Tachles!

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren!

Nur einmal wöchentlich. Versprochen!