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US-Sicherheitsberater: Iran im Fokus bei Israel-Besuch

US-Sicherheitsberater Jake Sullivan bei Treffen mit Israels Premier Benjamin Netanjahu
US-Sicherheitsberater Jake Sullivan bei Treffen mit Israels Premier Benjamin Netanjahu (© Imago Images / APAimages)

Die rasanten Fortschritte des iranischen Atomprogramms stehen im Mittelpunkt der israelisch-amerikanischen Zusammenarbeit.

Der Nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, landete am Mittwoch zu Gesprächen mit hochrangigen Beamten in Israel und traf am Abend in Jerusalem mit dem israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog zusammen.

Vergangene Woche erklärte Sullivan, die nukleare Bedrohung durch den Iran werde ein »wichtiges Gesprächsthema«während seines Besuchs sein. »Wir werden die Gelegenheit haben, uns mit der neuen israelischen Regierung eingehend über die Bedrohung durch den Iran zu unterhalten. Ich denke, wir haben die gleichen grundlegenden Ziele. Und wir werden alle Differenzen, die wir in Bezug auf die Taktik haben, auf die gleiche Weise ausräumen, wie wir es in den vergangenen zwei Jahren getan haben.«

US-Außenminister Antony Blinken sagte am Dienstag, Teheran habe die Chance vertan, das offiziell als Gemeinsamer Umfassender Aktionsplan (JCPOA) genannte Atomabkommen von 2015 wiederzubeleben. 

»Was den JCPOA betrifft, so haben die Iraner die Möglichkeit, schnell zu diesem Abkommen zurückzukehren, vor vielen Monaten zunichte gemacht. Es lag eine Gelegenheit auf dem Tisch, die sie abgelehnt haben, eine Gelegenheit, die zu diesem Zeitpunkt von allen Beteiligten – den Europäern, den Vereinigten Staaten, Russland und China – gebilligt wurde. Der JCPOA steht also schon seit vielen Monaten praktisch nicht mehr auf der Tagesordnung. Er ist nicht unser Schwerpunkt«, sagte Blinken und fügte hinzu, die Islamische Republik mache bei ihrem Atomprogramm »sehr bedeutende« Fortschritte.

Militärschlag als Möglichkeit

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu, der sich ebenfalls mit Sullivan getroffen hat, betonte am Dienstag, die Hauptanstrengung des Landes liege jetzt und auch in der Zukunft auf der Aufmerksamkeit gegenüber dem Iran. Anfang dieses Monats rief Netanjahu die Vereinigten Staaten und andere Länder dazu auf, mit Israel zusammenzuarbeiten, um den nuklearen Ambitionen des Irans entgegenzutreten.

Der Leiter des israelischen Nationalen Sicherheitsrats, Tzachi Hanegbi, erklärte am Montag, die neue Regierung werde militärisch gegen den Iran vorgehen, sollte die Welt dem jüdischen Staat den Rücken zuwenden. »Werden wir im Stich gelassen, wird Ministerpräsident Netanjahu die iranischen Atomanlagen angreifen. Die zentrale Aufgabe des Premierministers und seine Hauptpflicht ist es, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzt. Die Alternative zu einem Angriff ist die Akzeptanz einer Realität, in der ein radikales Regime über Atomwaffen verfügt. Kein israelischer Regierungschef kann das akzeptieren.«

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