US-Regierung warnt jüdische Gemeinden vor iranischen Anschlägen

 

Anschlag auf das AMIA-Gebäude (Quelle: Agencia Noticias Argentinas, Public Domain)

„Im Jahr 1992 tötete Israel Abbas al-Musawi, einen Gründer der Terrorgruppe Hisbollah im Libanon, bei einem Hubschrauberangriff. Iran, der Hauptsponsor der Hisbollah, drohte mit Vergeltung – eine Aussage, die für ein Land, das routinemäßig die Zerstörung Israels fordert, zu erwarten war. Zwei Jahre später fuhr ein Selbstmordattentäter einen mit Sprengstoff beladenen Lieferwagen in das jüdische AMIA-Zentrum in Buenos Aires, wobei 85 Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden.

Mehrere Geheimdienste haben die Hisbollah und den Iran als die Verantwortliche für den AMIA-Angriff identifiziert und die Bombenanschläge wurden häufig als Vergeltung für das Attentat auf Al-Musawi beschrieben.

Als der Iran am [vergangenen] Wochenende einem führenden Thinktank in Washington mit Sanktionen und anderen nicht näher festgelegten Maßnahmen drohte, schrillten die Alarmglocken. Angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran warnen US-Regierungsbeamte nun jüdische Gemeinden im ganzen Land und raten ihnen, auf Bedrohungen zu achten, die vom Iran, oder seinen Vertretern, einschließlich der libanesischen Terroristengruppe Hisbollah, ausgehen könnten. Die ins Visier genommene ‚Foundation for Defense of Democracies‘, die eine harte Politik gegenüber dem Iran fordert, ist sich mit Sicherheit des Risikos bewusst.

In jüngster Zeit lag der Schwerpunkt der jüdischen Sicherheitspolitik hauptsächlich auf weißen Rassisten, aber die Bundesbehörden haben den Iran im Blick. Die am Persischen Golf geführte Auseinandersetzung darum, wer als erstes zurücksteckt (die Vereinigten Staaten, ihre Verbündeten und der Iran zielen auf die Schiffe des jeweils anderen ab), könnte auf die Vereinigten Staaten übergreifen, wie Bundesbeamte die jüdischen Gemeindevorsteher warnten.

Seit der Revolution im Jahr 1979 hat der Iran gewohnheitsmäßig Kriegshandlungen in den Hinterhöfen seiner Feinde vorgenommen. ‚Wir beobachten und bewerten mit unseren Regierungspartnern ständig die Situation der zunehmenden Spannungen – sowohl in Bezug auf die Rhetorik als auch in Bezug auf die Aktivitäten in der Straße von Hormuz‘, sagte Michael Masters, der CEO des Secure Community Network (SCN), der Sicherheitsabteilung der nationalen Jüdischen Organisationen, in einem Interview. Vor einigen Wochen hatte das SCN mit Beamten des FBI, des Department of Homeland Security, des State Department und des National Counterterrorism Center einen Aufruf an jüdische Sicherheitsbeamte im ganzen Land gerichtet, um die mögliche Bedrohung durch den Iran und die Hisbollah zu erörtern, sagte Masters.“ (Ron Kampeas, Jewish Telegraph Agency: „As US-Iran tensions escalate, Jews are warned they could be targeted“)

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