US-Panzer fielen an irannahe Milizen im Irak

„Wie [vor]vergangenen Montag bekannt wurde, hat eine Regierungserhebung ergeben, dass bis zu neun US-amerikanische Panzer, die dem irakischen Militär für den Kampf gegen den Islamischen Staat zur Verfügung gestellt wurden, sich inzwischen in den Händen vom Iran unterstützter Milizionäre befinden. Der jüngste vierteljährliche Bericht des Generalinspekteurs über die Mission der USA im Irak und in Syrien bestätigt mehrere vor Ort erstellte Berichte, denen zufolge Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams und andere von der US-Regierung bereitgestellte potenziell tödliche Ausrüstungsgegenstände sich in den Händen der Volksmobilisierungseinheiten (PMU) befinden.

Die Meldung verleiht Berichten der irakischen Nachrichtenagentur Al-Ghad aus der jüngeren Zeit Nachdruck, denen zufolge der Abrams-Hersteller General Dynamics die Wartung von 160 Panzern wegen eines angeblichen Verstoßes der Irakischen Sicherheitskräfte (ISF) gegen die Nutzungsvereinbarung eingestellt habe. Obgleich das Außenministerium die Regierung des irakischen Ministerpräsidenten Haider al-Abadi kontinuierlich dränge, dafür zu sorgen, dass die US-amerikanischen Waffen nur den Einheiten der ISF zur Verfügung gestellt werden, sei die Aufgabe, von den USA bereitgestellte Waffen und Ausrüstungsgegenstände nicht in die Hände von Gruppen fallen zu lassen, die mit dem Iran affiliiert sind, im Laufe der dreijährigen Mission zu einer immer größeren Herausforderung geworden, so der Bericht. Im Dezember gab Abadi bekannt, er beabsichtige, die Rolle der vom Iran unterstützten PMU zu begrenzen und ihnen verschiedene Waffen und Fahrzeuge zu entziehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass US-amerikanische Waffen, darunter auch Fahrzeuge, sich bei vom Iran unterstützten Gruppen eingefunden haben. Im Jahr 2015 waren in YouTube-Videos irakische Hisbollahbrigaden zu sehen, die sich in M1 Abrams-Panzern, Schützenpanzern, und US-amerikanischen und kanadischen Geländefahrzeugen fortbewegen. Der Vorsitzende des Senats-Verteidigungsausschusses, der republikanische Senator John McCain hatte seinerzeit seine Besorgnis zum Ausdruck gebracht. Die jüngsten Ermittlungsergebnisse wurde von einer Dienststelle im Außenministerium bekanntgegeben, die Waffenlieferungen der USA verfolgt. Sie haben bei den mit der Aufsicht betrauten Ausschüssen im Kongress und Waffenexperten neue Fragen aufgeworfen. Eine ihrer Hauptsorgen besteht darin, dass der Iran, der komplexe improvisierte Sprengkörper in den Irakkonflikt einbrachte, die Militärtechnologie der USA untersuchen könnte, um mögliche Schwächen auf dem Schlachtfeld zu ermitteln. (Jack Detsch: „Military audit confirms US tanks ended up with Iran-backed militias“)

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