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US-Militär und Verbündete zerstören Drohnen der jemenitischen Huthi

Huthi-Protest gegen die USA im Jemen
Huthi-Protest gegen die USA im Jemen (© Imago Images / ZUMA Press Wire)

Das US-Militär und verbündete Streitkräfte haben nach eigenen Angaben Huthi-Drohnen im Jemen und im Golf von Aden zerstört, nachdem die Rebellengruppe Saudi-Arabien mit Angriffen gedroht hatte.

Am Montag teilte das Zentralkommando des amerikanischen Militärs auf X mit, dass seine Streitkräfte in den vergangenen vierundzwanzig Stunden zwei Drohnen in den von den Huthi kontrollierten Gebieten des Jemen zerstört haben, während Partnerstreitkräfte zwei über dem Golf von Aden vernichtet haben. »Es wurde festgestellt, dass diese Systeme eine unmittelbare Bedrohung für die USA, die Koalitionstruppen und die Handelsschiffe in der Region darstellten«, hieß es in der Erklärung.

Die mit dem Iran verbündeten Milizen, welche die militante palästinensische Hamas unterstützen, torpedieren seit November den weltweiten Schiffsverkehr durch Drohnen- und Raketenangriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer. Aufgrund ihrer Anschläge, die nach Angaben der Huthi solange andauern wird, wie Israel Krieg gegen den Gazastreifen führt, ging der Schiffsverkehr auf der Route zwischen Asien, dem Nahen Osten und Europa drastisch zurück, was eine internationale Koalition zur Sicherung der Handelsrouten auf den Plan rief.

Rückschlag für Friedensbemühungen

Die jüngsten Angriffe gegen die Huthi begannen, nachdem der Anführer der Gruppe, Abdul-Malik Al Huthi, mit Attacken auf Flughäfen, Banken und Häfen in Saudi-Arabien gedroht und die Absicht Riads kritisiert hatte, die Banken aus Sanaa abzuziehen. »Die Saudis müssen sich darüber im Klaren sein, dass wir zu solch rücksichtslosen, törichten und dummen Schritten niemals schweigen können. Wir werden allem mit gleicher Münze begegnen, Banken mit Banken, dem Flughafen von Riad mit dem Flughafen von Sanaa und Häfen mit Häfen.«

Der Huthi-Führer äußerte sich in einer Rede zum islamischen Neujahrsfest am Sonntagabend und bezog sich dabei auf die jüngsten Pläne der international anerkannten und von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung, alle Banken, die im von den Huthi kontrollierten Sanaa tätig sind, anzuweisen, ihre Standorte nach Aden im Süden zu verlegen. Die Äußerungen gaben Anlass zu der Befürchtung, dass die jüngsten saudischen Bemühungen um eine Annäherung an die jemenitische Rebellengruppe, mit der das Golfkönigreich seit fast einem Jahrzehnt im Krieg steht, zu einem Rückschlag führen könnten.

Saudi-Arabien hat im vergangenen Jahr bedeutende Schritte unternommen, um den Krieg gegen die Huthi im Jemen zu beenden. Im April schickte Riad seinen Botschafter und eine Delegation aus Oman nach Sanaa, um einen Waffenstillstand wiederzubeleben und »eine umfassende politische Lösung« zu erreichen. Botschafter Mohammed Al Jaber erklärte damals, er wolle die Krise im Jemen beenden und die saudische Initiative 2021 zur Erreichung einer umfassenden politischen Lösung unterstützen.

Die arabische Koalition, die im Jemen gegen die Rebellen kämpft, hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die Huthi durch ihre Kontrolle des im Westen des Jemen gelegenen Hafens von Hodeidah Schiffe im Roten Meer bedrohen. Die Allianz griff 2015 auf Ersuchen der international anerkannten Regierung in den Krieg ein, um deren Macht wiederherzustellen und die Rebellen zurückzudrängen, nachdem diese die Kontrolle über Sanaa übernommen hatten.

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