In einer aufwendigen Operation konnte ein Crewmitglied nach 36 Stunden tief im Feindesland gerettet werden.
Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets vom Typ F-15 im Südostiran durch iranische Streitkräfte ist es den Vereinigten Staaten gelungen, beide Besatzungsmitglieder zu retten. Während der Pilot bereits kurz nach dem Absturz geborgen wurde, blieb der Waffensystemoffizier 36 Stunden lang in unwegsamem Berggelände verschollen, bis er in einer aufwendigen Militäroperation in Sicherheit gebracht werden konnte.
Die Rettung soll schließlich durch eine Kombination aus Geheimdienstarbeit und militärischem Einsatz gelungen sein. Wie die Jerusalem Post berichtet, soll die CIA gezielt Desinformation eingesetzt haben, um iranische Suchtrupps zu täuschen und von der tatsächlichen Position des Piloten abzulenken. Gleichzeitig hätten US-Geheimdienste den Vermissten lokalisiert und so den Zugriff durch Spezialeinheiten ermöglicht.
An der Operation, die ein US-Vertreter als die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen bezeichnete und die von der New York Times als »Rennen auf Leben und Tod« beschrieben wurde, seien Hunderte Soldaten, Kampfflugzeuge und Hubschrauber beteiligt gewesen. Mit Luftangriffen habe die US-Air-Force iranische Suchtrupps daran gehindert, zu dem amerikanischen Offizier aufzuschließen. Während der Bergung kam es Berichten zufolge sogar zu Gefechten mit iranischen Kräften.
Unterstützt worden sei die Mission auch durch israelische Geheimdienstinformationen. Manchen Berichten zufolge seien auch israelische Soldaten vor Ort an der Rettung beteiligt gewesen, doch das wird von den israelischen Verteidigungsstreitkräften dementiert.
Nicht alles funktionierte nach Plan
Im Zuge der Rettungsoperation sollen die Amerikaner einen provisorischen Luftstützpunkt im Suchgebiet eingerichtet haben. Zwei Flugzeuge vom Typ MC-130J, speziell ausgerüstete Maschinen, die für verdeckte Infiltrationen und die Evakuierung von Truppen hinter den feindlichen Linien verwendet werden, seien dort manövrierunfähig liegengeblieben. Wie das Wall Street Journal berichtete, sollen sie und zumindest zwei Helicopter beim Rückzug der US-Kräfte in die Luft gesprengt worden sein, um zu verhindern, dass sie den Iranern in die Hände fallen.
Die US-Regierung bezeichnete den Einsatz als eine der komplexesten Rettungsmissionen in der Geschichte der Spezialeinheiten.






