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US-Entschädigung für Israel bei Verzicht auf Angriff auf iranische Atom- oder Ölanlagen

US-Präsident Biden und Israels Premierminister Netanjahu
US-Präsident Biden und Israels Premierminister Netanjahu (Quelle: JNS)

Der amerikanische Präsident bietet Israel eine Entschädigung an, sollte der jüdische Staat keinen Gegenschlag auf iranische Nuklearanlagen und Ölfelder unternehmen.

Die US-Regierung von Präsident Joe Biden hat Israel ein Kompensationspaket angeboten, falls es im Rahmen seiner Reaktion für den Angriff Teherans vom 1. Oktober auf bestimmte Ziele im Iran verzichtet, berichtete der öffentlich-rechtliche israelische Sende Kan News am Sonntag. Amerikanische Regierungsbeamte boten ihren israelischen Amtskollegen dem Bericht zufolge »umfangreiche diplomatische Unterstützung und zusätzliche Militärhilfe« an, falls bestimmte Ziele auf iranischem Gebiet von dem Gegenschlag verschont blieben.

Ein israelischer Beamter sagte gegenüber Kan, Jerusalem betrachte die Vereinigten Staaten als Verbündeten und sei »immer bereit, ihnen zuzuhören. Gleichzeitig werden wir alles Notwendige tun, um die Bürger Israels und die Sicherheit des Landes zu schützen.«

Der israelische Verteidigungsminister Yoav Gallant wird voraussichtlich am Mittwoch zu einem »dringenden, 24-stündigen Besuch« in die USA reisen, der Treffen mit Verteidigungsminister Lloyd Austin und anderen Regierungsvertretern beinhalten wird. »Angesichts der Bedrohungen durch den Iran und seine Stellvertreter ist es wichtig für uns, Gespräche über die strategische Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern und die Verteidigungszusammenarbeit zu führen«, sagte Gallant am Sonntagabend gegenüber Fox News. »Wir sind stark, wenn wir an einem Strang ziehen, und das möchte ich sicherstellen«, fügte der israelische Verteidigungsminister hinzu.

Israel werde auf den beispiellosen iranischen Angriff »auf die von uns gewählte Art und Weise und zu dem von uns gewählten Zeitpunkt und Ort reagieren«, sagte er und warnte, dass »alles auf dem Tisch liegt«, was mögliche Ziele betrifft.

Machtvoll in Verteidigung und Angriff

Am 1. Oktober feuerte die Islamische Republik etwa 200 ballistische Raketen auf Israel ab, was sie als Vergeltung für die gezielten Tötungen des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah und anderer mit Teheran verbündeter Terroristenführer im Libanon bezeichnete. Berichten zufolge plant Jerusalem einen größeren Angriff auf das Regime, der auch die Bombardierung von Nuklearanlagen und Ölfeldern umfassen könnte, obwohl US-Präsident Joe Biden sich gegen beide Optionen ausgesprochen hat.

Eine hochrangige politische Quelle in Jerusalem teilte der Tageszeitung Israel Hayom am Sonntagabend mit, Israel sei an einem langwierigen Zermürbungskrieg mit der Islamischen Republik nicht interessiert und seine Reaktion werde so ausfallen, »dass der Iran seinen Wunsch, in einen langwierigen Konflikt einzutreten, überdenken wird«.

Unterdessen hat die iranische Zivilluftfahrtbehörde am Sonntag alle Fluggesellschaften, die in die Islamische Republik ein- und ausfliegen, wegen »betrieblicher Einschränkungen«, wie die staatlichen Medien berichteten, über Nacht für etwa neun Stunden am Boden gehalten.

Die Entscheidung Teherans, die Flüge auszusetzen, kam kurz nachdem Gallant gewarnt hatte, dass Israel »in der Verteidigung und im Angriff machtvoll ist, und dies wird sich in der Art und Weise widerspiegeln, wie wir es wollen, zu der Zeit und an dem Ort, die wir wählen. Wer glaubt, dass er uns durch den Versuch, Israel zu schaden, davon abhalten kann, Maßnahmen zu ergreifen, sollte sich unsere operativen Erfolge in Gaza und in Beirut ansehen«, fügte der Verteidigungsminister hinzu.

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