UN-Gesandter warnt vor „langem und blutigen Krieg“ in Libyen

Gassam Salame

„Der UN-Gesandte für Libyen warnte davor, dass die Schlacht um Tripolis ‚nur der Beginn eines langen und blutigen Krieges’ sei. Ghassan Salame rief dazu auf, sofortige Schritten einzuleiten, um die Waffenlieferungen zu unterbrechen, die die Kämpfe in Libyen noch weiter verschärfen. Eine Seite des Konflikts erklärte, dass sie gepanzerte Fahrzeuge aus der Türkei erhalten würde, während die andere Seite berichtet, dass sie Lieferungen von Jordanien erhält. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation sind mehr als 75.000 Menschen während der jüngsten Kämpfe aus ihren Häusern geflohen. Laut WHO wurden mindestens 510 Menschen getötet. Vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen warnte Salame, dass der Konflikt in einen von ihm als ‚Jeder gegen Jeden‘ bezeichneten Zustand des Chaos abrutschen könne. Salame sagte: ‚Ich bin keine Kassandra, aber die Gewalt am Rande der Hauptstadt Tripolis ist nur der Beginn eines langen und blutigen Krieges an den südlichen Ufern des Mittelmeers, der die Sicherheit der unmittelbaren Nachbarn Libyens und des gesamten Mittelmeerraums gefährdet.‘

Laut der Nachrichtenagentur AFP haben Websites, die den mächtigen General Gen Khalifa Haftar unterstützen, Videomaterial von in Jordanien gebauten Panzerwagen veröffentlicht, die an die Miliz des Generals geliefert werden. AFP fügt hinzu, dass die in Tripolis ansässige Regierung am Wochenende Fotos von Dutzenden neu gelieferten türkischen Panzerfahrzeugen auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht habe. Ein Sprecher des türkischen Außenministeriums teilte der BBC mit, sie wüssten nichts von irgendwelchen Lieferungen nach Libyen.“ (Bericht auf BBC News: „Libya crisis: UN warns battle for Tripoli is ‚start of a bloody war‘“)

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