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UN-Atombehörde: Binnen eines Monats hat Iran genug Uran für zwei Bomben

IAEO-Chef Rafael Grossi beim Chef der iranischen Atombehörde, Mohammad Eslami
IAEO-Chef Rafael Grossi beim Chef der iranischen Atombehörde, Mohammad Eslami (© Imago Images / ZUMA Wire)

Schon vor Monaten warnte Israel, der Iran erhöhe seine Uranproduktion massiv. Nun muss die IAEO dieser Einschätzung Recht geben.

Der Iran sei in der Lage, innerhalb eines Monats genug hoch angereichertes Uran für zwei Atombomben herzustellen, wie Beamte der UN-Atomaufsichtsbehörde IAEO kürzlich erklärten.

Gingen die Experten bislang davon aus, es würde rund sechs Monate dauern, bis der Iran alle technischen Hürden für die Produktion einer Atomwaffe überwunden hat, weist die aktuelle Einschätzung darauf hin, dass Teherans Programm viel weiter fortgeschritten ist, als bislang angenommen wurde.

Die neue Bewertung durch die UN-Behörde, nach der der Zeitraum deutlich kürzer sei als bislang geschätzt, erfolgt just zu jenem Zeitpunkt, an dem sich abzeichnet, dass der Abschluss eines neuen Atomdeals, der den Iran von vielen Sanktionen befreien würde, unmittelbar bevorstehen könnte.

Dies würde die Freigabe von mehr als 90 Mrd. Euro an das Regime bedeuten, zusätzlich zu den 50 Mrd. Euro pro Jahr, die es durch den dann wieder erlaubten Erdölverkauf erlösen würde. Beobachter befürchten, dass dieser enorme Zufluss an Geldern zu einer neuen Terrorwelle gegen Israel und die Golfstaaten durch den Iran und seine lokalen Stellvertreter nach sich ziehen werde.

Die IAEO-Enthüllung, wie nahe der Iran tatsächlich an der Entwicklung einer Atombombe steht, wurde von einem israelischen Beamten gegenüber dem Jewish Chronicle mit den Worten kommentiert:

»Wir stehen vor einem riesigen Problem. (…) Der Deal wird viele Milliarden Euro in die iranische Wirtschaft spülen, die aber nicht der iranischen Bevölkerung zugutekommen werden, sondern Irans terroristischen Stellvertretern.

Der Deal hat eine sehr kurze Laufzeit. Ab 2031 wird dem Iran erlaubt sein, so viel Uran mit einem so hohen Anreicherungsgrad zu produzieren, wie er möchte – und das mit Genehmigung der internationalen Gemeinschaft.

Es ist sehr schwierig, die Atomwaffenproduktion zu entdecken. Sie kann in kleinen Fabriken von sehr wenigen Leuten durchgeführt werden. Sie könnten einen [Atom-]Test durchführen, bevor wir überhaupt wissen, was vor sich geht.«

Eine vom Institute for Science and International Security (ISIS) in Washington durchgeführte Analyse des IAEO-Datenmaterials kommt zu dem Schluss, dass sich die nukleare Ausbruchszeit durch das Wachstum der iranischen Lagerbestände an hoch angereichertem Uran drastisch verkürzt habe.

Der Iran sei also in der Lage, binnen vier Wochen genug Nuklearmaterial für zwei Bomben zu produzieren. Für zwei weitere würde er vier Monate benötigen.

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