Israel aus den europäischen Fußballwettbewerben auszuschließen, wäre kein Sieg für die Menschenrechte, sondern ein Triumph für den Hass.
Rabbi Abraham Cooper / Ariel Gelblung / Daniel Schuster
In den kommenden Tagen könnte die Union der Europäischen Fußballverbände (UEFA) vor einer entscheidenden Prüfung ihrer Integrität stehen. Berichten zufolge könnte das Exekutivkomitee der UEFA über die Suspendierung Israels von allen europäischen Fußballwettbewerben abstimmen; eine Maßnahme, die von einer kleinen, aber lautstarken Gruppe von Aktivisten und von der UNO ernannten »Experten« vorangetrieben wird. Eine solche Entscheidung würde nicht nur die Karrieren und Träume israelischer Sportler (und Fans) zerstören, sondern auch den Moment markieren, in dem Europas beliebteste Sportart für politische Zwecke missbraucht wird.
Denn bei dieser Kampagne geht es nicht um Fußball, sondern darum, den einzigen jüdischen Staat der Welt zu dämonisieren und zu isolieren. Die Forderungen nach einem Ausschluss Israels werden von Hamas-Anhängern bejubelt und laut mehreren Berichten von finanzkräftigen Kreisen in Katar finanziert.
Das Emirat Katar, dessen Einfluss innerhalb der UEFA seit der Ausrichtung der Weltmeisterschaft 2022 exponentiell gewachsen ist, versucht nun, den europäischen Dachverband zu einem politischen Instrument umzufunktionieren. Ein Nachgeben gegenüber diesem Druck würde die UEFA vom Hüter des »schönen Spiels« zu einem politischen Spielball machen, der Terrorismus belohnt.
Vergleiche mit der Suspendierung Russlands vom internationalen Sport sind irreführend und falsch. Russland hat in einem unprovozierten Angriffskrieg ein souveränes Nachbarland überfallen. Israel hingegen führt einen Krieg, den die Hamas, eine Terrorbewegung, die sich ausdrücklich der Vernichtung Israels verschrieben hat, und ihre Verbündeten begonnen haben und dem Staat Israel aufgezwungen wurde.
Der Druck, Israel auszuschließen, geht direkt auf den UN-Menschenrechtsrat (UNHRC) und seine ernannten Gremien zurück, welche die FIFA und die UEFA zum Handeln aufgefordert haben. Dies ist keine isolierte Forderung – sie ist Teil einer langjährigen globalen Kampagne, die darauf abzielt, den jüdischen Staat zu dämonisieren, zu delegitimieren und mit zweierlei Maß zu messen, und die von dem reichen Katar massiv vorangetrieben wird. In der Vergangenheit wurde Israel das Ziel von mehr UNHRC-Resolutionen als alle anderen Staaten der Welt zusammen.
Doppelte Standards
Und vergessen wir nicht die menschlichen Kosten einer solchen Entscheidung. Fußball ist der beliebteste Sport in Israel. Von Haifa bis Be’er Sheva, von Tel Aviv bis Jerusalem träumen Kinder davon, die Farben ihres Vereins zu tragen und eines Tages ihre Nationalmannschaft zu vertreten. Der Ausschluss von UEFA-Wettbewerben würde nicht die israelische Regierung, sondern eine ganze Generation junger Sportler bestrafen, die nichts mit Politik zu tun haben, die keine Entscheidungen über Krieg treffen, sondern den universellen Geist des Sports verkörpern.
Werden Sportler aus anderen Nationen für die Politik ihrer Regierungen zur Rechenschaft gezogen? Die Olympischen Spiele im antiken Griechenland – die Inspiration für moderne Wettkämpfe – galten als bedeutender als Politik. Zu ihren Ehren wurden einerseits Kriege unterbrochen, andererseits oft während der Spiele Verhandlungen geführt, um Konflikte zu verhindern. Der Sport fungierte als Brücke. Das ist der Geist, den wir heute bewahren müssen.
Darüber hinaus hat fast die Hälfte der Spieler der israelischen Fußballnationalmannschaft arabische Wurzeln oder einen anderen nichtjüdischen Hintergrund, was deutlich zeigt, dass der Vorwurf der »Apartheid« gegen Israel falsch ist.
Die eigenen Regeln der UEFA verbieten ausdrücklich die Politisierung der Fußballspiele. Israel ins Visier zu nehmen, würde diesen Grundsatz zunichte machen und Extremisten weltweit ermutigen, die den jüdischen Staat nicht durch Debatten oder Diplomatie, sondern durch kulturelle, akademische und nun auch sportliche Boykotte auslöschen wollen. Es würde eine abschreckende Botschaft an jüdische und israelische Sportler senden: Ihr seid auf Europas Spielfeldern nur willkommen, wenn ihr euch von eurer Identität distanziert.
Die Geschichte wird die UEFA nicht danach beurteilen, ob sie dem Druck nachgegeben hat, sondern danach, ob sie Fairness, Integrität und Gleichheit gewahrt hat. Israel auszuschließen wäre kein Sieg für die Menschenrechte – es wäre ein Triumph für den Hass.






