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TV in Gaza: Entweder Juden kehren nach Europa zurück, oder Palästina wird ihr Grab

Der palästinensische Wissenschaftler Riyad Abu Ras
Der palästinensische Wissenschaftler Riyad Abu Ras (Quelle: MEMRI)

Im palästinensischen Fernsehen werden völkische Vorstellungen verbreitet, Juden seien kulturell und geschichtlich fremd im Nahen Osten, weswegen sie dort auch keinen Staat gründen dürften.

Der palästinensische Wissenschaftler Riyad Abu Ras sagte in einer am 16. Mai ausgestrahlten Interview mit dem TV-Sender Al-Quds Al-Youm TV, die Juden sollten entweder nach Europa zurückgehen, oder sie würden in Palästina getötet und begraben werden. Gegen die britische Balfour-Deklaration von 1917 gerichtet, meinte er:

»Großbritannien sah sich als Nachfolger des Islamischen Kalifats [des Osmanischen Reichs] und der muslimischen Kalifen. Seine Politik in Palästina basierte auf zwei Prinzipien: Erstens, dass dies ein Land ohne Volk ist und die Juden ein Volk ohne Land sind. Sie wollten die Juden in Europa loswerden, weil sie dort eine Plage waren. Die Juden waren eine Bande von Mördern und Intriganten und bildeten kriminelle Gangs.«

Und deswegen, fragte die Interviewerin in der von MEMRI übersetzten Sendung nach, hätten die Briten den Weg freigemacht, die Juden nach Palästina zu bringen? Abu Ras antwortete, der Plan der Briten habe darin bestanden, durch deren »Emigration nach Palästina« die Juden loszuwerden und damit zugleich dem zweiten Prinzip ihrer Nahostpolitik zum Durchbruch zu verhelfen:

»Sie wollten, dass der israelische Staat als Dolch im Rücken der arabischen und islamischen Nation fungiert, was er bis zum heutigen Tag tut.

Sogar der Name des Kampfes [im Mai 2021] – Schwert von Jerusalem – transportiert eine sehr wichtige Symbolik in unserer Psyche und unserem Gedächtnis: dass der Konflikt nicht bloß ein Konflikt um ein Stück Land ist. Denn dieses Stück Land repräsentiert einen Teil unserer Religion, unserer Geschichte und unseres Erbes.

Jerusalem kann nicht unter der Kontrolle der Juden stehen, die Ausländer sind, Fremde, die aus Europa und Südamerika zu uns kamen, um hier zu siedeln. Diese Kolonie muss niedergerissen werden. Diese Juden … Es ist ein Staat, eine Kolonie, eine Siedlung, die niedergerissen werden muss.«

Alles, aus dem Israel errichtet worden sei, müsse niedergerissen werden, fuhr Abu Ras fort und zitierte ein Sprichwort, nach dem Pflanzen in der Wüste nicht wachsen – genauso wenig, wie Fremde in Palästina nicht heimisch werden könnten:

»Sie können zur Hölle fahren. Es gibt genug Land in Europa und Südamerika, sollen sie doch dorthin gehen. Wenn sie [die Juden] so gerne haben, sollen sie sich doch nehmen. Aber [die Juden] haben keinen Platz auf diesem palästinensischen Land. (…)

Es ist eine andere Kultur, Identität und Geschichte, die auf islamischem Land nicht wachsen kann, ein Land, dem Allah einen Grad an Heiligkeit gab.«

Die israelischen Juden hätten ihr Schicksal selbst in der Hand, indem sie sich für eine der beiden Möglichkeiten entschieden:

»Entweder wegzugehen oder sterben und in der palästinensischen Erde begraben zu werden. Es gibt keine dritte Option. Entweder Europa, das sie hierhergebracht hat, nimmt sie zurück, oder Palästina wird ihr Friedhof werden, wie es das für die anderen Besatzer wurde, etwa die Kreuzritter oder die Tataren.«

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