Türkische Militäraktion in Kurdenenklave kann sich über Monate ziehen

„Den Kommandeuren vor Ort zufolge könnte die türkische Militäroffensive in der mehrheitlich kurdischen Enklave Afrin im Norden Syriens statt einiger Wochen, wie ursprünglich geplant, mehrere Monate in Anspruch nehmen. Am Samstag wurden sieben türkische Soldaten bei Angriffen der Kurdenmiliz YPG getötet. Damit war Samstag für Ankara bislang der tödlichste Tag der Kampagne in Afrin. Die Verluste verweisen auf die Herausforderungen, denen das Militär bei seinem Versuch, die kurdischen Miliz von seiner Grenze mit Syrien zu vertreiben, gegenübersteht – von dem drohenden geopolitischen Konflikt mit den Vereinigten Staaten, einem NATO-Partner, der eben jene Miliz bewaffnet hat, gegen die die Türkei nun kämpft, ganz zu schweigen. (…)

Türkische Spitzenfunktionäre hatten anfänglich behauptet, die Kampagne werde in kurzer Zeit abgeschlossen sein. Angesichts des geringen Fortschritts, der angeblich dem Bestreben geschuldet sei, die Zivilbevölkerung zu schonen, sieht es nun so aus, als könnte die Kampagne mehrere Monate in Anspruch nehmen. Befragt, ob die Operation sich über sechs Monate hinziehen könnte, meinte ein Kämpfer der mit den Türken verbündeten Aufständischen, der an der Kampagne teilnimmt: ‚Wenn man es optimistisch betrachtet.’ Die Kämpfer der YPG hätten sich in der ersten Phase der Kämpfe erbittert gewehrt und effektive Verteidigungsstellungen geschaffen.“ (Kareem Shaheen: „Turkey’s Afrin operation could take months“)

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