Generic selectors
Exact matches only
Search in title
Search in content

Türkei weltweit führend bei Gewalt gegen Journalistinnen

Protest gegen Einschüchterung und Gewalt gegen Journalisten in der Türkei
Protest gegen Einschüchterung und Gewalt gegen Journalisten in der Türkei (© Imago Images / ZUMA Wire)

Laut einem Bericht der Coalition For Women in Journalism ist die Türkei das Land, in der es zu den meisten Übergriffen gegen und Einschüchterungen von Journalistinnen kommt.

Layal Shakir, Rudaw

Wie Coalition For Women in Journalism (CFWIJ) in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht feststellte, war die Türkei war im vergangenen Monat weltweit führend bei der Begehung von Übergriffen gegen Journalistinnen.

Laut CFWIJ erlebten weltweit insgesamt 77 Journalistinnen irgendeine Art von Übergriff, wobei der Juni die höchste Anzahl an rechtlichen Schikanen in diesem Jahr aufwies. 36 dieser weltweit begangenen Übergriffe wurden laut dem Bericht in der Türkei registriert. „Die Türkei ist eines der gefährlichsten Länder, was rechtliche Schikanen und Einschüchterung durch den Staat anbelangt“, sagte die CFWIJ und fügte hinzu, dass im Juni 25 Journalistinnen vor türkischen Gerichten erscheinen mussten.

Bezüglich anderer Verstöße berichtete die Koalition, dass Frauen bei einer Demonstration in Ankara körperlich angegriffen wurden, während andere bei einem Pride-Marsch in Istanbul von der Polizei brutal geschlagen wurden.

Werbung

Darüber hinaus wurden 17 Journalistinnen und Medienmitarbeiterinnen unter dem Vorwurf angeklagt, „mit einer terroristischen Organisation verbunden zu sein oder eine bewaffnete terroristische Organisation anzuführen.“ Die nächste Anhörung wird voraussichtlich im November stattfinden. (…)

Die Türkei war im Mai unter den drei führenden Ländern, was Gewalt gegen Journalistinnen anbelangt, sagte die Koalition. Im zuletzt herausgekommenen Vierteljahresbericht der CFWIJ war die Türkei sogar dsas führende Land bei Angriffen und Drohungen gegen Journalistinnen.

Die Türkei hat den Zorn der Öffentlichkeit auf sich gezogen, als sie vergangene Woche formell aus der Istanbul-Konvention, einem internationalen Vertrag zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, ausgetreten ist, drei Monate nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan seine Absicht angekündigt hatte, das wegweisende Abkommen verlassen zu wollen.

(Aus dem Artikel Turkey a world leader in violations against women journalists, says media coalition, der bei Rudaw erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Spenden Sie jetzt mit Bank oder Kreditkarte oder direkt über Ihren PayPal Account. 

Werbung

Werbung

Werbung

Werbung

Mehr zu den Themen

Das könnte Sie auch interessieren