Türkei verbietet schwules Filmfestival der deutschen Botschaft

„Der Gouverneur von Ankara hat die ‚LGBTI-Filmtage‘ der Deutschen Botschaft in der Türkei untersagt. Die Veranstaltung könnte bestimmte, ‚empfindsame Kreise provozieren‘, heißt es in der Begründung für das Verbot. LGBTI ist die Abkürzung für die englischen Wörter Lesbian, Gay, Bisexual, Transexuell/Transgender und Intersexual (deutsch: Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell/Transgender und Intersexuell). Die türkische Behörde rechtfertigt ihren Erlass, indem sie unterstreicht, dass sie zur Wahrung des sozialen Friedens und der Sicherheit ermächtigt ist, Versammlungen zu untersagen, von denen Unruhe ausgehen könnte.

Der Gouverneur der türkischen Hauptstadt ist davon überzeugt, dass die LGBTI-Filmtage eben eine solche Gefahr für den Frieden in der Stadt darstellen, da konservative Gesellschaftskreise sich beleidigt fühlen könnten. Michael Roth, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt forderte in einem Tweet die Türkei auf, ‚die Freiheit der Kunst und die Rechte von Minderheiten‘ zu achten. Beides sei unantastbar, schrieb Roth. Zuletzt hatten türkische Behörden im Juni die 15. Schwulen- und Lesbenparade in der Metropole Istanbul mit einem hohen Polizeiaufgebot verhindert. Mehrere Menschen, die trotz Verbots Slogans skandierten, wurden in Polizeigewahrsam genommen.“ (Sinan Sat: „Türkei verbietet Schwulen-Filmtage der Deutschen Botschaft“)

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