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Shin Bet vereitelt von Türkei aus geplantes Hamas-Selbstmordattentat

Die Türkei verwandelt sich in eine Hochburg des Antisemitismus und des Hamas-Terrors
Die Türkei verwandelt sich in eine Hochburg des Antisemitismus und des Hamas-Terrors (© Imago Images / ZUMA Press Wire)

Die Untersuchung des israelischen Sicherheitsdienstes enthüllt die Beteiligung des türkischen Hamas-Hauptquartiers am Terrorismus gegen den jüdischen Staat.

Israelische Behörden haben Anfang des Jahres einen groß angelegten Selbstmordanschlag vereitelt, der vom Hamas-Hauptquartier in der Türkei ausgegangen sein soll, wie der israelische Sicherheitsdienst Shin Bet am Montag mitteilte.

Der Sicherheitsdienst gab bekannt, dass seine Einsatzkräfte bei einer Razzia am 15. März in der Terroristenhochburg Nablus im Westjordanland den aus Tulkarem stammenden und in Jordanien lebenden Palästinenser Anas Shurman festnehmen konnten. Dieser gab während der Verhöre zu, drei Monate zuvor vom Hamas-Terroristen Imad Abid, einem in der Türkei lebenden, ebenfalls im Westjordanland geborenen Agenten, für einen Selbstmordanschlag rekrutiert worden zu sein.

Im Rahmen seiner Vorbereitungen soll Shurman ein Testament auf Video aufgenommen, Motorradfahrunterricht genommen und Geldmittel sowie Anweisungen für die Durchführung des Anschlags erhalten haben, darunter auch den Namen des Orts, wo er den Sprengsatz abholen sollte. Die etwa dreizehn Kilogramm schwere Bombe wurde von Shin-Bet-Agenten in der Nähe einer Quelle im nördlichen Westjordanland beschlagnahmt. Zusätzlich entdeckten sie auch schriftliche Anweisungen für die Durchführung des Bombenanschlags.

Im Zuge der darauffolgenden Untersuchung wurden mehrere Einwohner von Nablus unter dem Verdacht festgenommen, Teile der Terrorzelle zu sein. Diese soll laut Shin Bet Anweisungen vom Hamas-Terroristen Hudhayfa Salameh aus der Türkei erhalten. Die Mitglieder der Zelle wurden wegen schwerer Sicherheitsverstöße, dem »Versuch, vorsätzlich den Tod von Menschen herbeizuführen«, dem Kontakt mit dem Feind und der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung nach dem Militärrecht angeklagt.

»Die Ermittlungen zeigen das Ausmaß der Verankerung des Hamas-Hauptquartiers in der Türkei und wie sehr es an der Leitung von Terroranschlägen auf israelischem Gebiet beteiligt ist«, so der Shin Bet in seiner Erklärung.

Türkische Kollaboration

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan beherbergt seit Langem Mitglieder der Hamas. Im Jahr 2022 feierte die Terrororganisation den zehnten Jahrestag der offiziellen Einrichtung ihrer Büros in Istanbul.

In einem Bericht des Jerusalem Center for Public Affairs aus dem Jahr 2021 heißt es, das Hamas-Hauptquartier habe Hunderte von Terroranschlägen gegen Israelis geleitet und Millionen von Dollar gewaschen. »Die Türkei kollaboriert mit Terrororganisationen sowohl auf ideologischer als auch auf operativer Ebene. Terroristen, die auf türkischem Boden arbeiten, bauen entsprechende Infrastruktur auf und planen Terroranschläge gegen Israel«, heißt es in dem Bericht. Im April lud Ankara den Leiter des politischen Büros der Hamas, Ismail Haniyeh, zu einem Aufenthalt im Land ein und lobte ihn als »Führer des palästinensischen Kampfes«.

Erst vergangene Woche nannte Erdoğan den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu einen »Vampir, der sich von Blut ernährt« und forderte die Muslime weltweit auf, gegen die von Israel ausgehende »Bedrohung« vorzugehen, bei der Ausrottung des Zionismus mitzuhelfen, den er als »gesetzlose Perversion« anprangerte, und Netanjahus »Mördernetzwerk« daran zu hindern, »außer Kontrolle zu geraten«.

Kurz davor hatte Erdoğan dem jüdischen Staat vorgeworfen, im Falle eines Siegs über die Hamas die Türkei angreifen zu wollen: »Dieser Schurkenstaat wird früher oder später Anatolien ins Visier nehmen. … Wir werden weiterhin an der Seite der Hamas stehen, die für die Unabhängigkeit ihres eigenen Landes kämpft und Anatolien verteidigt«, verstieg sich Erdogan in seine antisemitischen Ressentiments.

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