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Türkei gibt weitere Beobachtungsposten in Syrien auf

Türkische Militärpatrouille in der Region Idlib
Türkische Militärpatrouille in der Region Idlib (© Imago Images / INA Photo Agency)

Die Türkei scheint den Truppenabzug in der nordwestlichen syrischen Provinz Idlib, der letzten großen Rebellenhochburg des Landes, zu beschleunigen.

Menekse Toyay, Arab News

In der Vergangenheit hat Ankara jede Aufforderung, seine umkämpften Beobachtungsposten aufzugeben, strikt abgelehnt, aber da nun eine größere Offensive des Assad-Regimes immer wahrscheinlicher wird, gibt es nach Ansicht von Beobachtern keinen strategischen Wert mehr, die Standorte zu behalten.

So hat die Türkei vor kurzem damit begonnen, ihren Beobachtungsposten in Al-Eis in Nordsyrien zu evakuieren, nachdem es in der Region zu anhaltenden Angriffen durch von Russland unterstützte Regimekräfte und vom Iran unterstützte Milizen gekommen war, die die Kontrolle über die Verbindungsstraße zwischen den Provinzen Aleppo und Latakia anstreben.

Analysten sagen, dieser Schritt sei ein starkes Signal, dass die Etablierung von Beobachtungsposten durch die Türkei als Teil des Astana-Abkommens gescheitert ist. Idlib liegt in einer sogenannten Deeskalationszone, die im Rahmen des Abkommens von 2017 zwischen der Türkei, Russland und dem Iran eingerichtet wurde.

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Acht der zwölf von der Türkei kontrollierten Beobachtungsposten sind seit Ende letzten Jahres von russischen und iranischen Kräften eingekesselt. „Mehrere türkische Beobachtungsposten wurden bereits von russisch und iranisch unterstützten Kräften eingekreist. Die übrigen Posten befinden sich in Gebieten, die von Rebellen kontrolliert werden“, sagte Halid Abdurrahman, ein Forscher für den Nahen Osten und Nordafrika, gegenüber Arab News.  „Diese Beobachtungsposten haben keine kritische Bedeutung“, sagte er.

Seit Oktober hat die Türkei vier Beobachtungsposten und zwei Militärpositionen in Idlib aufgegeben. „Es war klar, dass diese Beobachtungsposten scheitern würden, weil im Rahmen des Astana-Abkommens drei Länder zusammenkommen. die ihre eigenen Interessen haben, die oft miteinander kollidieren. Jetzt ist die Schlüsselfrage, ob die Türkei ihre militärische Präsenz in Idlib für defensive oder offensive Zwecke nutzen wird“, sagte Abdurrahman.

(Aus dem Artikel Turkey quits more observation posts in Syria’s Idlib“ der bei Arab News erschienen ist. Übersetzung von Alexander Gruber.)

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