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Türkische Luftangriffe im nordirakischen Jesiden-Gebiet

Jesiden fliehen vor den türkischen Luftangriffen im Nordirak
Jesiden fliehen vor den türkischen Luftangriffen im Nordirak (Quelle: Twitter Hawar)

Nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums flog die Luftwaffe mehrere Angriffe im Nordirak und der Region Kurdistan, um die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) ins Visier zu nehmen.

Zhelman Z. Wali, RUDAW

Die als Operation „Adlerkralle“ bezeichnete Kampagne wird von Verteidigungsminister Hulusi Akar persönlich geleitet. „Unsere Flugzeuge bringen die Höhlen über den Köpfen der Terroristen zum Einsturz“, erklärte das türkische Verteidigungsministerium auf Twitter. Vermutete PKK-Standorte wurden in Shingal in der Provinz Niniveh sowie in Makhmour, Qarachogh, dem Berg Qandil, Khuakurk und Zap in der gesamten Region Kurdistan angegriffen. Infolge der Luftangriffe brachen in Shingal und anderen Gebieten Brände aus.

Nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums trafen die Luftangriffe insgesamt 81 Ziele, darunter „Unterkünfte und Höhlen“. „Die Operation wurde eingeleitet, um die Sicherheit des türkischen Volkes und der Grenzen des Landes zu gewährleisten, indem die PKK und andere Terrororganisationen, die ihre gegen Polizei- und Militärstützpunkte verstärkt haben, neutralisiert werden“, fügte das Ministerium hinzu.

Die mit der PKK verbundene Nachrichtenagentur Firat schrieb, dass die Angriffe auf ein Flüchtlingslager und ein Krankenhaus gezielt hätten. „Der türkische Staat hat heute Abend eine Welle von Luftangriffen in Südkurdistan, Nordirak, gestartet. Die Angriffe zielten auf mehrere Positionen in den Regionen Qandil, Maxmur (Makhmour) und Shengal (Sinjar), darunter ein Flüchtlingslager und ein Krankenhaus“, hieß in der Erklärung.

Das Lager von Makhmour beherbergt mehr als 12.000 kurdische Flüchtlinge, die vor der Verfolgung durch den türkischen Staat geflohen sind, vor allem in den 1990er Jahren. Das Lager verfügt über einen Regierungsrat und eine bewaffnete Truppe, die Makhmour-Schutzeinheiten, die 2014 eingerichtet wurden, als Militante des Islamischen Staates (ISIS) das Gebiet angriffen. Es wird vermutet, dass die Einheiten Verbindungen zur PKK haben. (…)

Als Reaktion auf die Luftschläge gegen mutmaßliche PKK-Basen in Shingal beschrieb die jesidische Aktivistin und Nobelpreisträgerin Nadia Murad ihre Heimatstadt als „Kriegsgebiet“. „Über 150 jesidische Familien waren gerade in ihre Häuser zurückgekehrt. Wann werden [die irakische Regierung] und die internationale Gemeinschaft den Mut und den politischen Willen zur Lösung der Sicherheitsprobleme im Sinjar-Gebiet aufbringen?“, twitterte Murad.

Turkey launches air offensive targeting suspected PKK locations in northern Iraq

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