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Türkei bombardiert Jesiden im Irak

Türkischer F-16-Kampfjet
Türkischer F-16-Kampfjet (© Imago Images / StockTrek Images)

Die Türkei hat im nordirakischen Sinjar erneut gezielt Mitglieder einer links stehenden jesidischen Gruppierung getötet.

Seth J. Frantzman, Jerusalem Post

Der Angriff [von Mittwoch letzter Woche] reiht sich ein in eine Folge von Luftschlägen, die die Türkei in dem Gebiet durchgeführt hat, in dem Angehörige der jesidischen Minderheit leben.

Die verarmte jesidische Gemeinde überlebte die genozidalen Angriffe des IS, wurde jedoch seit 2017 wiederholt von der Türkei angegriffen, darunter eine türkische Invasion in Afrin im Jahr 2018, die zur ethnischen Säuberung der jesidischen Dörfer führte. Ein weiterer türkischer Angriff mit syrischen Milizionären auf Tel Abyad erfolgte im Oktober 2019 und zwang die Jesiden dazu, aus Syrien zu fliehen.

Laut Rudaw traf ein türkischer Luftangriff am Mittwoch um 11:00 Uhr ein Fahrzeug nördlich des Bergs Sinjar, der auch Shingal genannt wird. Der Angriff ereignete sich in der Nähe des Dorfes Dugure und tötete mindestens fünf Menschen. Unter den Getöteten soll sich Zardasht Shingali befunden haben, ein Mitglied der Jesidischen Widerstandseinheiten Schingal (YBS).

Die Gruppe ist mit anderen weit linksstehenden Gruppen verbündet, etwa den Volksverteidigungseinheiten in Syrien und der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die für die Türkei eine terroristische Gruppe ist. Die YBS war jedoch nie an Terroranschlägen oder Angriffen auf die Türkei beteiligt. Trotzdem bombardiert die Türkei alle paar Monate Gebiete der Jesiden mit F-16-Kampfjets.

Turkish airstrikes target Yazidi areas recovering from ISIS genocide

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