Türkei baut auf iranische Hilfe bei Offensive gegen Kurden

„Der türkische Präsident Recep Tayyip Ergodan verlässt sich darauf, dass der Iran die türkische Offensive gegen Stützpunkte der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) in dem im Grenzgebiet zwischen dem Iran und Irak gelegenen Kandil-Gebirge unterstützen wird. Wie weit die Operation gehen soll und in welchem Maße sie auf die Unterstützung des Iran zählen kann, ist allerdings noch nicht ganz klar. Erdogan hat erklärt, er habe die Offensive mit den iranischen Präsidenten Hassan Rohani diskutiert und sie seien sich einig gewesen, dass die Sicherheit in der Region gewährleistet werden müsse. Dem türkischen Verteidigungsminister Nurettin Canikli zufolge habe die Türkei angeboten, die Operation gemeinsam mit dem Iran durchzuführen.

Die türkische Offensive gegen die PKK in Irakisch Kurdistan, die dritte innerhalb der vergangenen zwei Jahre, dürfte mit den türkischen Wahlen am 24. Juni und der Bildung der neuen irakischen Regierung im Zusammenhang stehen. Erdogan erklärte am 15. Juni, ‚wir haben den Terrorkorridor in Nordsyrien beseitigt. Jetzt bombardieren wir Kandil. Denen, die behuapten, unsere Freunde zu sein, sagen wir: Wenn Ihr unsere Freunde seid, kümmert Euch drum. Wenn Ihr nichts unternehmt, werden wir es tun. Wir werden in einigen Tagen gute Nachrichten für Euch haben.‘ ‚Bislang hat der Iran sich zu den türkischen Versicherungen, er sei einverstanden, nicht geäußert‘, so Amberin Zaman. ‚Auch im Iran gibt es eine große und unruhige kurdische Bevölkerung und der iranische Ableger der PKK, die Partei für ein Freies Leben in Kurdistan (PJAK), hat an Popularität gewonnen, insbesondere unter schiitischen Kurden. Ähnlich wie Ankara ist auch Teheran wegen der Unterstützung der der PKK nahestehenden kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Syrien durch die USA beunruhigt. Den YPG gehören auch iranische Kurden an.‘“ (Bericht auf Al-Monitor: „Iran coy on support for Turkish assault on PKK in Iraq“)

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