Trumps Irankurs verschafft Zeit, sich mit Atomdeal-Mängeln zu befassen

Mary Beth Long

„Die ehemalige CIA-Agentin und Staatssekretärin im Verteidigungsministerium Mary Beth Long hat erklärt, die Europäische Union solle aufhören, US-Präsident Donald Trump anzugreifen, und sich mit Blick auf seine Bestrebungen gegen die Raketentests und den Terrorismus des Iran hinter ihn stellen, und sei es nur, um zu verhindern dass das Staatsoberhaupt der USA ‚vorschnell’ handelt. In einem Interview mit der Jerusalem Post sagte Long im Zusammenhang mit Trumps Dezertifizierung des Atomdeals und seiner öffentliche Kampagne gegen Teheran, der Präsident ‚versteht sich vorzüglich darauf, alle darüber im Unklaren’ zu lassen, was er letztlich vorhat. Sie hoffe, Trump werde ‚den Europäern einen derartigen Schrecken einjagen’, dass sie sich seiner Politik der Druckausübung auf Teheran anschließen.

Long, die zwölf Jahre lang als Feldagentin der CIA aktiv war, meinte, das Rätselraten darüber, ob Trump das Atomabkommen schließlich platzen lassen oder ein militärisches Vorgehen erwägen werde, ‚gibt ihm die Zeit, sich an die Europäer zu wenden … um sich mit den Dingen zu befassen, die [beim Atomabkommen mit dem Iran] außen vor gelassen wurden, wie die Raketentests, und um die IAEA zu rigoroseren Inspektionen militärischer Standorte und problematischer Verhaltensweisen anzuhalten.’ Long, die zur Zeit mit der Foundation for Defense of Democracies affiliiert und an internationalen Konsultationen beteiligt ist, die mit den Zielen der Administration konform gehen, sagte, auch ‚der Iran stecke mit Blick auf Trumps Absichten in der Klemme’. ‚Niemand glaubt an automisch wiedereinsetzende Sanktionen’, meinte sie, ‚also können wir uns erst mal einseitig sortieren und die Androhung neuer und intensivierter Sanktionen gegen die Europäer einsetzen’, um mit Blick auf die Lücken in dem Abkommen ihre Kooperation zu erwirken.“ (Yonah Jeremy Bob: „Ex-CIA operative to ‚Post‘: EU must change Iran stance to avoid rash US steps“)

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