US-Präsident Donald Trump erklärte, wenn Israel die Hisbollah nicht effektiver besiegen könne, dann sollte Syrien den Kampf gegen die Terrorgruppe übernehmen.
»Wenn Israel die Aufgabe nicht bewältigen kann, ohne alle anderen zu töten, sollte Syrien die Aufgabe übernehmen«, sagte US-Präsident Donald Trump am Dienstag bei einem bilateralen Treffen mit dem Emir des Staates Katar am Rande des G7-Treffens in Frankreich.
Trump erklärte, er betrachte den Libanonkrieg als einen kleinen Konflikt. Der Libanon sei ein Feld, auf dem Syrien in Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten gegen die Hisbollah vorgehen könne, falls Israel unter Netanjahu nicht in Schach gehalten werden könne. »Israel kämpft schon viel zu lange gegen die Hisbollah, und es werden zu viele Menschen getötet. Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus dem Erdboden gleichmachen, wenn man nach jemandem sucht, denn in diesen Wohnhäusern leben viele Menschen, und sie gehören nicht alle zur Hisbollah, das kann ich Ihnen versichern.«
Trump: I suggested to Israel that Syria should deal with Hezbollah; I think they would do a better job. pic.twitter.com/gShjqOiiY8
— Amit Segal (@AmitSegal) June 16, 2026
Lob für al-Sharaa
Er habe Israel vorgeschlagen, »Syrien die Hisbollah überlassen zu lassen, denn um ehrlich zu sein, glaube ich, dass sie das besser hinbekommen würden«, sagte Trump, der in diesem Zusammenhang den syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa lobte: »Er hat das Land sehr schnell wieder auf die Beine gebracht, er ist sehr fähig und er ist sehr gut für mich. Er hat alles geschützt, worum ich gebeten habe.«
Auf die Frage, ob er von Netanjahu enttäuscht sei, antwortete der US-Präsident: »Nein, wir haben ein großartiges Verhältnis.« Es habe ihm aber nicht gefallen, dass der israelische Premierminister »wegen einer ganz unbedeutenden Kleinigkeit mit ein paar Drohnen einen Angriff durchgeführt hat. Ich habe diesen Angriff gesehen, ich habe gesehen, wo diese Bombe einschlug. Das war bösartig … das war zu viel. Man kann auch zu viel tun. Aber wir haben eine sehr effektive Beziehung.«
Ohne die Vereinigten Staaten gäbe es kein Israel, fügte Trump hinzu. »Ohne mich gäbe es kein Israel, denn kein anderer Präsident war bereit, das zu tun, was ich getan habe. Ich hatte eine großartige Beziehung zu Bibi, aber jetzt muss Bibi in Bezug auf den Libanon verantwortungsbewusster handeln.«






