Wenn die Menschen im Iran Waffen hätten, würden sie sich gegen das Regime wehren, so Trump in einem Radiointerview.
In einer wenig beachteten Wortmeldung sprach sich US-Präsident Donald Trump dafür aus, die iranische Bevölkerung zu bewaffnen, um dem Regime entgegentreten zu können. Am Montag gab Trump der Talkradiosendung The Hugh Hewitt Show ein Radiointerview, in dem er auf die Situation im Iran einging.
Bezugnehmend auf die Menschen im Iran sagte Trump: »Wenn sie Waffen hätten, würden sie sich wehren.« Unter Anspielung auf die Anti-Regime-Proteste zu Beginn des Jahres meinte der Präsident: »Man kann eine unbewaffnete Bevölkerung nicht gegen Leute mit AK-47-Gewehren stellen.« Selbst wenn es sich um 250.000 Menschen handelte, könnten diese gegen bewaffnete Regimeeinheiten nichts ausrichten. Aber sobald die Menschen Waffen hätten, würden sie gegen das Regime kämpfen.
Trump:
— Clash Report (@clashreport) May 5, 2026
The Iranian people have to have guns and I think they’re getting some guns.
As soon as they have guns, they’ll fight like as good as anybody there is. pic.twitter.com/84BBqeZCPy
Unterstützung erhielt Trump von dem einflussreichen republikanischen Senator Lindsey Graham, der sich ebenfalls am Montag auf Fox News zu diesem Thema äußerte. »Wäre ich Präsident Trump oder Israel, würde ich das iranische Volk mit Waffen ausstatten, damit es bewaffnet auf die Straße gehen und das Blatt im Iran wenden kann«, so Graham. »Wir brauchen keine amerikanischen Soldaten vor Ort. Wir haben Millionen von Soldaten vor Ort im Iran. Sie haben nur keine Waffen.«
»Sehr verärgert«
Im April hatte Trump bereits in einem Telefoninterview mit FOX News darüber gesprochen, dass die US-Regierung versucht habe, den Menschen im Iran Waffen zukommen zu lassen, doch seien diese nicht bei den intendierten Empfängern angekommen.
»Wir haben den Demonstranten Waffen geschickt«, meinte Trump damals, »eine ganze Menge. Wir haben sie über die Kurden geschickt. Und ich glaube, die Kurden haben die Waffen an sich genommen«. Er sei deshalb »sehr verärgert über eine bestimmte Gruppe von Menschen“ gewesen und warnte, diese würden »einen hohen Preis zahlen«. Kurdische Oppositionsgruppen bestritten daraufhin jedoch, solche Lieferungen erhalten zu haben.
Im März gab es Berichte über eine mögliche militärische Kooperation zwischen iranisch-kurdischen Gruppen und den USA. Die Meldungen gingen vermutlich auf Leaks aus amerikanischen Regierungskreisen zurück, die damit solche Operationen durchkreuzen wollten. Ob der US-Präsident mit seinen aktuellen Äußerungen auf diese Episode anspielte, ist unklar.






