Latest News

Die Wassermelonen-Allianz. Trikolore des Judenhasses am Beispiel München

Die Wassermelone wird zu einem Symbol der Hetze gegen Juden und ihren Staat
Die Wassermelone wird zu einem Symbol der Hetze gegen Juden und ihren Staat (© Imago Images / Middle East Images)

Was bringt Linksradikale, Islamisten und Rechtsextremisten in einen gemeinsamen Mobilisierungsraum gegen Juden und ihren Staat?

Felix Haibach / Jan Kapusnak

Am 9. Oktober 2023, zwei Tage nach dem Hamas-Massaker im Süden Israels, zog ein pro-palästinensischer Demonstrationszug durch das Zentrum von München. Palästinensische Fahnen wehten über Köpfen, die in Kufiyas gehüllt waren, aus Lautsprechern dröhnte eine unerhörte Parole, die sich auch auf Plakaten fand: »Stoppt den Genozid in Gaza!« Dazwischen wurde der bekannte Slogan skandiert, der faktisch die Auslöschung des jüdischen Staates fordert: »From the River to the Sea«.

Und überall im Zug Bilder, die nichts zeigten als eine Scheibe Wassermelone: rotes Fruchtfleisch, weißer Rand, grüne Schale, schwarze Kerne. Ein Stück Obst wurde zur Ersatzfahne erhoben und ist sofort lesbar als Symbol der palästinensischen Sache, weil seine Farben diejenigen der PLO-Flagge spiegeln.

Die vier panarabischen Farben verweisen auf historische islamische Dynastien: Abbasiden, Umayyaden, Fatimiden und Haschemiten. In der heutigen palästinensischen Ikonographie tragen sie eine zweite Bedeutungsschicht: Schwarz steht für die angeblich erlittene Unterdrückung, Weiß für Hoffnung, Grün für das Land selbst, Rot für das »Blut der Märtyrer«, deren Tod in die nationale Erzählung eingewoben wird.

Scheinbar paradoxe Allianz

Aus politikwissenschaftlicher Perspektive markieren diese Farben drei radikale Ideologien: Rot steht für die äußerste Linke, Grün für Islamismus, Schwarz (oder Braun) für die äußerste Rechte – alle vereint in Judenhass und einem gemeinsamen Ziel: Israel zu delegitimieren oder zu beseitigen. Weiß, selten eine Farbe politischer Extreme, bezeichnet die wenigen, die bei solchen Kundgebungen »Frieden« sagen – und am Ende doch oft Parolen normalisieren, die sein Gegenteil bedeuten.

Diese Symbolik hat inzwischen auch die Aufmerksamkeit des deutschen Inlandsnachrichtendienstes auf sich gezogen. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) führt die aufgeschnittene Wassermelone mittlerweile als eines der Erkennungszeichen des säkularen (pro-)palästinensischen Extremismus und Antisemitismus auf. Es weist darauf hin, dass Israel das Existenzrecht abgesprochen wird, wenn der Umriss des Staates Israel in den Farben der palästinensischen Flagge dargestellt wird und in der Form einer aufgeschnittenen Wassermelone.

Statt einander zu neutralisieren, koexistieren die genannten Strömungen zunehmend – und verstärken sich in Schlüsselmomenten in einer modischen »Wassermelonen-Allianz. Sie reicht von marxistischen Milieus, feministischen, »postkolonialistischen« queer- und klimabewegten Aktivisten sowie selbstdeklariert antirassistischen und vermeintlich antifaschistischen Netzwerken über islamistische Organisationen und türkische Ethnonationalisten bis hin zu alt- und neonazistischen Rechtsextremisten und hinein in verschwörungsgläubige Querdenker-Szenen. Diese Allianz ist weniger eine formale Koalition als ein Mobilisierungsraum, in dem Antisemitismus zur gemeinsamen Verkehrssprache wird.

Die Sichtbarkeit solcher Überlappungen steigerte sich weltweit nach dem 7. Oktober rasant – und Münchens pro-palästinensische »Wassermelonen«-Kundgebungen waren keine Ausnahme. Studien zu den Straßenprotesten in Deutschland zeigen, dass islamistische Organisationen, radikale linke Gruppen und rechtsextreme Akteure bei denselben Demonstrationen und innerhalb derselben weiteren Mobilisierungsökosysteme auftreten.

Ausgangspunkt ist stets dieselbe Prämisse: Israel sei kein legitimer Staat, sondern ein historischer Irrtum, der revidiert werden müsse. Für die postkoloniale Linke ist es eine »weiße Siedlerkolonie«, in der »privilegierte europäische Juden« »indigene, nicht-weiße« Palästinenser unterdrücken; für Islamisten ist ein jüdischer Staat auf Land, das als ewig islamisch verstanden wird, eine blasphemische Anomalie; für die extreme Rechte ist Israel der Vorposten »jüdischer Weltmacht«. In allen drei Visionen ist ein jüdischer Nationalstaat mit der jeweiligen Utopie unvereinbar – ob eine grenzenlose postnationale Welt, ein wiederhergestelltes Kalifat oder ein »ethnisch homogenes« Europa. Eine »gerechte« Ordnung verlangt dann, so die Logik, am Ende eine Welt ohne Israel.

Dieses Ziel ruht auf einer in der Grundlage gemeinsamen Verschwörungstheorie. Ob das Schlagwort »zionistische Lobby«, »jüdische Medien«, »Globalisten« oder »Great Replacement« lautet: Juden oder im Neusprech: »Zionisten« erscheinen als verborgene Drahtzieher hinter Kriegen, Wirtschaftskrisen, Migration und sogar Pandemien. Letztlich verdichtet sich dieses Denken in der immer gleichen Behauptung, Israel, der Zionismus und das »internationale Judentum« diktierten Berlins Außenpolitik.

Die Wassermelonen-Allianz bedient sich einerseits der menschenrechtlich auftretenden Rhetorik der Linken – »Besatzung«, »ethnische Säuberung«, »Genozid« –, während Islamisten das postkoloniale Vokabular von »Dekolonisierung« und »Apartheid« übernehmen und die extreme Rechte mit »Gestern Dresden, heute Gaza« antwortet. Überall wird Antisemitismus entweder zu »nur einem Rassismus« verdünnt, als rassistische Erfindung einer »weißen Mehrheitsgesellschaft« abgetan oder als Trick, um »Israelkritik« zu delegitimieren.

Die Shoah wird heruntergespielt, geleugnet oder grotesk invertiert: Zionisten/Israelis/Juden seien »die neuen Nazis«. Deutsche Erinnerungskultur gilt als Hindernis für »Palästina-Solidarität« – Stichwort: »Free Palestine from German guilt« – und Juden wird vorgeworfen, aus dem Gedenken »Profit« zu schlagen. Die Erzählung stellt Araber als jene dar, die nun für ein europäisches Verbrechen »zahlen« müssten. Zugleich blendet sie islamistische und arabische Kollaborationen mit Nazi-Deutschland aus, etwa die Rolle Amin al-Husseinis oder die frühe Nähe mancher Islamisten zur NS-Propaganda: ein Vorläufer dessen, was heute als grün-braune Überschneidung wiederkehrt.

Über das Wassermelonen-Spektrum hinweg wird Gewalt gegen Israelis und Juden nicht nur entschuldigt, sondern romantisiert. Das Massaker vom 7. Oktober wird als »legitimer Widerstand« oder »verzweifelte Reaktion der Unterdrückten« umgedeutet oder als göttlich sanktionierter Schlag: von Sprechchören wie »Glory to our martyrs« und »Blood and soul for Palestine and al-Aqsa« bis zu Neonazi-Kanälen, die die Demütigung eines Staates bejubeln, den sie mit »jüdischer Macht« gleichsetzen. Hamas erscheint nicht als Terrororganisation, sondern als Werkzeug, wie Israel verschwinden könne.

Historisch vorbelastet

Obwohl die Wassermelonen-Allianz für manche neu erscheinen mag, ist ihre ideologische Konvergenz alles andere als neu. Ihre ideologische Konvergenz ist alles andere als neu. München zeigt wie kaum eine andere europäische Stadt, wie sich diese Überlappungen über Jahrzehnte immer wieder zeigen. Die bayerische Hauptstadt ist eine besonders aufschlussreiche Bühne für das Zusammenlaufen von linksradikalem Antiimperialismus, arabischem Nationalismus, islamistischen Netzwerken und rechten antisemitischen Milieus.

München ist für das Studium überlappender Extreme deshalb so aufschlussreich, weil so viele radikale Strömungen hier Wurzeln schlugen, Infrastruktur aufbauten und Ereignisse nach sich zogen, die globale Politik prägten. Hier trat Hitler 1919 der NSDAP bei und startete im November 1923 den »Hitlerputsch«: den Marsch vom Bürgerbräukeller zur Feldherrnhalle, bevor er München als »Hauptstadt der Bewegung« mythologisierte.

Hier wurde der Antisemitismus zur massenpolitischen Sprache, die sonst widersprüchliche Ressentiments verschmelzen konnte. Selbst Kommunisten versuchten kurz, diese Stimmung zu instrumentalisieren: Karl Radeks »Schlageter-Rede« lobte Albert Leo Schlageter, einen rechten Märtyrer, dessen Münchner Begräbnis zum nationalistischen Spektakel wurde – ein frühes Aufblitzen rot-brauner Überlappung über gemeinsame Feindbilder. Mit dem »Braunen Haus« an der Brienner Straße und dem Abriss der Hauptsynagoge im Juni 1938 als »jüdischem Schandfleck« wurde Antisemitismus vom flexiblen Sündenbock zur Staatsdoktrin.

Im Zweiten Weltkrieg setzte sich diese Staatsdoktrin in einer wörtlichen braun-grünen Verbindung fort. Das NS-Regime hofierte Haj Amin al-Husseini, den Mufti von Jerusalem, als arabischen Partner, gewährte ihm Schutz in Berlin, nutzte ihn für antisemitische arabische Radiopropaganda und unterstützte seine Bemühungen, Muslime für Waffen-SS-Verbände auf dem Balkan zu rekrutieren. Gleichzeitig knüpfte das nationalsozialistische Deutschland Kontakte zur Muslimbruderschaft und zu ihrem Gründer Hasan al-Banna, wobei es Islamisten als nützliche Verbündete betrachtete – nicht nur gegen die Briten, sondern auch gegen die Juden.

Nach 1945 tauchte ein Teil dieser Strömung über islamistische Organisationen wieder auf, die in München einen bedeutsamen Brückenkopf fanden. In den 1950er- und 1960er-Jahren spielte Said Said Ramadan, Schwiegersohn Hassan al-Bannas, eine zentrale Rolle beim Aufbau des Islamischen Zentrums München, das zu einem der wichtigsten Knotenpunkte der Muslimbruderschaft in Europa wurde. Von hier aus trieb eine neue Generation ein langfristiges islamistisches Projekt voran, das europäisches muslimisches Leben prägen sollte, und Elemente des älteren antisemitischen und antizionistischen Repertoires mit sich führte.

Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre wurde München zu einem Kreuzungspunkt, an dem ältere islamistische Strömungen und eine neue Welle links- und rechtsradikaler Aktivismen nebeneinander existierten. Die Schwabinger Krawalle 1962 galten vielen als Vorbote der Studentenbewegung, die sich 1968 radikalisierte. Anfang der 1970er Jahre übernahmen Teile dieses Milieus einen militanten Antiimperialismus. Kreise, aus denen später RAF-nahe Netzwerke hervorgingen, zeigten, wie leicht sich Vorkriegsmuster in eine neue Sprache übersetzen ließen, in der nicht mehr »Rasse«, »Krieg« und »Judentum« die Rede war, sondern »Imperialismus«, »Widerstand« und »Zionismus«.

Neonazis, Fragmente der außerparlamentarischen Linken und islamistische Organisatoren bewegten sich in unterschiedlichen Milieus, griffen aber zunehmend auf dieselben Narrative über westliche Schuld, palästinensische Opferrolle und jüdische Macht zurück.

Brandbeschleuniger Olympia-Attentat

Eine Proto-Wassermelonen-Allianz nahm 1972 Gestalt an. Damals sollten die Olympischen Spiele von München der Bundesrepublik helfen, ihren Ruf zu rehabilitieren und zu zeigen, dass das Deutschland von Berlin 1936 sowie der darauf folgende Krieg und Holocaust der Vergangenheit angehörten.

Die Berliner Spiele waren ein Meisterwerk nationalsozialistischer Propaganda gewesen: ein perfekt choreografiertes Spektakel, das die Diktatur in modernes Design, Sport und Gastfreundschaft kleidete, das Bild eines friedlichen Deutschlands projizierte. Damit erzeugten sie eine Atmosphäre internationaler Beschwichtigung, während Hitler sich auf den Krieg vorbereitete und die Verfolgung von Juden und politischen Gegnern hinter den Kulissen weiterging. München 1972 war als exaktes Negativ konzipiert: heitere Spiele, Offenheit statt Uniformen, Zurückhaltung statt Militarisierung – eine Choreografie der Normalität, die auch signalisieren sollte, dass dies ein grundsätzlich anderes Deutschland sei, in dem Juden willkommen und sicher seien.

Diese Illusion zerbrach in den frühen Morgenstunden des 5. September 1972. Als die palästinensische Terrorgruppe Schwarzer September in das Olympische Dorf eindrang, israelische Sportler als Geiseln nahm und schließlich elf Mitglieder des israelischen Teams ermordete, hatte dieses Verbrechen eine Bedeutung, die weit über die unmittelbaren Opfer hinausging. Denn sie waren nicht nur Athleten, sie waren Repräsentanten des jüdischen Staates. Kaum eine Generation nach Auschwitz wurden Juden erneut auf deutschem Boden ermordet. Diesmal nicht in Lagern oder Ghettos, sondern unter den Olympischen Ringen, auf einer Bühne, die Deutschlands moralische Erneuerung sowie die Ideale von Frieden und Versöhnung symbolisieren sollte.

Dieser Terrorakt war eine »Propaganda der Tat«, gerahmt im Vokabular von »Widerstand« und der »Befreiung Palästinas«. München wurde bewusst gewählt, weil sich diese Botschaft von dort aus weltweit verbreiten ließ. Es handelt sich um ein frühes Muster mediengetriebener Gewalt, das später in den spektakulären Anschlägen vom 11. September und in den auf die Kameras ausgelegten Gräueltaten der GoPro-Ära wiederkehrte.

München 1972 war nicht nur ein prägendes Schlüsselereignis des internationalen Terrorismus, sondern der Moment, in dem Terroristen lernten, Gewalt als Live-Spektakel zu inszenieren. Zugleich offenbarte sich hier früh eine »Wassermelonen«-Konvergenz, die an Gestalt gewinnt, wenn das Ziel jüdisch ist. Der Schwarze September lässt sich – zumindest rhetorisch – als rot-grün lesen: Er sprach die Sprache der »nationalen Befreiung« und des revolutionären Antiimperialismus und griff gleichzeitig auf eine wirkungsmächtige Märtyrer-Semantik zurück, die spätere palästinensisch-islamistische Bewegungen weit umfassender politisieren sollte. Die Geiselnehmer forderten die Freilassung von Personen wie Ulrike Meinhof, einer führenden Stimme der westdeutschen linksextremen Terrorgruppe Rote-Armee-Fraktion (RAF). Meinhofs Reaktion war bezeichnend: Sie lobte das Attentat als Modell eines globalen Kampfes, setzte Israel wiederholt mit Nazi-Deutschland gleich und bezeichnete Mosche Dayan sogar als den »Himmler Israels«.

Aber auch der schwarze Kern der »Wassermelone« war präsent. Deutsche Akten und spätere Berichte deuten darauf hin, dass Willi Pohl, ein deutscher Neonazi, der später unter dem Namen Willi Voss bekannt wurde, als lokaler Helfer fungierte. Berichten zufolge stand er in Kontakt mit Abu Daoud, einem der Drahtzieher des Anschlags, und beschaffte gefälschte Papiere sowie logistische Unterstützung.

Am Jahrestag des Münchner Olympia-Attentats im September 2024 trat dann ein achtzehnjähriger und von Sicherheitsbehörden als mutmaßlicher Islamist geführter Österreicher bosnischer Herkunft nahe zwei aufgeladenen Orten im Münchner Stadtteil Maxvorstadt auf: vor dem israelischen Generalkonsulat und dem NS-Dokumentationszentrum. Mit einem Karabiner samt Bajonett eröffnete er das Feuer, bevor die Polizei ihn erschoss. Datum und Ort dürften bewusst gewählt gewesen sein.

In diesem Vorfall lagen die drei Wassermelonen-Farben übereinander. Grün: ein jihadistisch inspirierter Täter, der eine israelische Institution ins Visier nahm. Schwarz/Braun: das NS-Dokumentationszentrum auf dem Gelände der früheren Nazi-Parteizentrale, als Erinnerung an die rechtsradikale antisemitische Tradition. Rot: der mit dem Attentat von 1972 verknüpfte Zeitpunkt; einem Anschlag, das Teile des linksradikalen Milieus später als »antiimperialistischen Widerstand« zu deuten versuchten. Ein grüner Täter, an einem rot codierten Datum und einem schwarz codierten Ort: ein Symbol dafür, wie sich der Antisemitismus aus verschiedenen Milieus an einem Platz verdichten kann.

Gegenstimmen

Das alles bedeutet natürlich nicht, dass München von der »Wassermelonen-Allianz« geprägt ist. Die Stadt bietet auch zahlreiche Gegenbilder: Institutionen und Bürger, die Linien ziehen, statt sie zu verwischen. Das NS-Dokumentationszentrum und das Olympia-Attentat-Mahnmal mahnen an Münchens Vergangenheit und die Fortdauer des Antisemitismus in der Gegenwart.

Auch die Zivilgesellschaft hat wiederholt ein anderes Gesicht der Stadt gezeigt. Im Juli 2025 bildeten Bürger während einer antiisraelischen Demonstration eine Menschenkette um die Ohel-Jakob-Synagoge und machten damit deutlich, dass jüdisches Leben in ihrer Stadt nicht verhandelbar ist. Im selben Herbst versammelte sich das von dem Münchner Professor Guy Katz initiierte Bündnis »DACH gegen Hass« auf dem Königsplatz, um konkrete Maßnahmen gegen Antisemitismus zu fordern.

Im Frühjahr 2026, nachdem die Kampagne »Antisemitismus ohne mich« selbst zum Ziel geworden war, zeigten Münchner Bürger erneut Solidarität — auch nach dem Angriff auf das israelische Restaurant Eclipse. Im Mai 2026 unterstützte der Bayerische Landtag die Kampagne schließlich parteiübergreifend.

Festzustellen bleibt, dass das Wassermelonen-Dreieck mehr ist als ein niedliches Meme. Seine Farben Rot, Grün und Schwarz kleiden ein altes Bündnis in eine neue Ästhetik: radikale Linke, Islamismus und extreme Rechte, vereint im selben Ziel ihres Hasses: die Juden und ihren Staat. München ist dabei nur ein Beispiel für ein globales Muster. Städte im gesamten Westen stehen heute vor derselben Entscheidung: ob sie die Ausdrucksformen des »Wassermelonen-Hasses« tolerieren oder jene stärken, die sich ihnen entgegenstellen.

Jan Kapusnak ist Politikwissenschaftler und freier Autor in Tel Aviv. Er schreibt regelmäßig über den Nahen Osten, Israel und geopolitische Fragen. Felix Haibach ist Historiker und Politikwissenschafter in München sowie früherer außenpolitischer Redenschreiber von Bundeskanzler Kohl.

Bleiben Sie informiert!
Mit unserem wöchentlichen Newsletter erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren.

Zeigen Sie bitte Ihre Wertschätzung. Spenden Sie jetzt mit Bank oder Kreditkarte oder direkt über Ihren PayPal Account. 

Mehr zu den Themen

Das könnte Sie auch interessieren

Wir reden Tachles!

Abonnieren Sie unseren Newsletter und erhalten Sie alle aktuellen Analysen und Kommentare unserer Experten und Autoren!

Nur einmal wöchentlich. Versprochen!