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Tod von Qasem Soleimani war schwerer Schlag für anti-israelische Kräfte 

Gedenkkundgebung zum dritten Todestag von Qasem Soleimani in Gaza
Gedenkkundgebung zum dritten Todestag von Qasem Soleimani in Gaza (© Imago Images / APAimages)

Die zahlreichen im Laufe der letzten Tage veröffentlichten Artikel zeichnen ein Bild des Kommandeurs als Schlüsselfigur und zeigen, wie sich sein Tod auch weiterhin auf die iranischen Verbündeten im Nahen Osten auswirkt.

Der dritte Jahrestag des Todes von Qasem Soleimani, dem Kommandeur der Quds Force genannten der Auslandseinheit der Revolutionsgarden (IRGC), der Anfang Januar 2020 von einer US-Drohne in Bagdad getötet worden war, wurde in iranischen Zeitungen mit zahlreichen Nachrufen begangenen, die Aufschluss darüber geben, wie der Iran und seine Verbündeten in der Region den Verlust dieses wichtigen Kommandeurs sehen. 

Soleimanis Tod war ein schwerer Schlag für den Iran, auch wenn das Regime so zu tun versucht, als könne es seine Operationen wie bisher fortsetzen. Allerdings blitzt zwischen den Zeilen immer wieder hindurch, dass sein Tod eine große Lücke in der Fähigkeit des Irans hinterlassen hat – und weiterhin hinterlässt –, seine Verbündeten und Stellvertreter im Nahen Osten zu stärken.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hat nun in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview enthüllt, dass der Tod von Soleimani ein »großer Schlag« für die palästinensischen Terrorgruppen gewesen sei. In dem Gespräch sagte Khaled al-Batsh, ein Funktionär des Islamischen Dschihad (PIJ), der von Tasnim fälschlicherweise als Hamas-Mitgliedbezeichnet wurde, die Tötung Soleimanis sei »sehr schwierig und bedeutsam für uns und die Palästinenser gewesen, weil die Aktion eine Kriegserklärung Amerikas und des korrupten Donald Trump bedeutete«.

Batsh wird mit den Worten zitiert, Soleimani habe zwar häufig davon gesprochen, dass er »zum Märtyrer« werden könnte, aber die Tötung sei dennoch »ein großer Schlag für uns gewesen, weil er unser wichtigster Unterstützer und Verteidiger war sowie die Person, die die Natur des Kampfes gegen den Feind am besten kannte«.

Dem Bericht zufolge hat Soleimanis Quds-Einheit dem Islamischen Dschihad geholfen, Tel Aviv mit Raketen anzugreifen. Laut Batsh war es die vom Iran gelieferte Fajr-Rakete, die den Palästinensern diese Möglichkeit verschafft und ihnen geholfen hatte, ihre Fähigkeiten zur Bedrohung Israels zu verbessern.

In einem zweiten Interview, das ebenfalls am Mittwoch veröffentlicht wurde, lobte ein Mitglied der Hisbollah Soleimanis Bescheidenheit und seine Bereitschaft, im Feld zu dienen, sich mit Kommandeuren zu treffen und das Leben eines einfachen Soldaten zu führen. In seinem überschwänglichen Lob zeichnete der Hisbollah-Vertreter ein Bild von Soleimani als einem Befehlshaber, der einzigartig war und in den Reihen der iranfreundlichen Achse in der gesamten Region großen Respekt hervorrief. Ein Teil davon mag Propaganda sein, aber ein Teil scheint eine sehr genaue Darstellung von Soleimanis Qualitäten zu sein; Qualitäten, die nicht so einfach ersetzt werden können.

Iranische Strategie

Wie Seth J. Frantzman feststellt, verlasse sich der Iran auf seine persönlichen Beziehungen zu seinen Stellvertreterorganisationen vor Ort und investiere in diese. Er stützt sich nicht nur auf Waffen oder Geld, wie einige Regime in der Region, die glauben, alles regle sich von selbst, nimmt man nur Geld in die Hand.

Teheran zieht es vor, über Jahrzehnte hinweg Netzwerke mit wichtigen Führern aufzubauen, die zentrale Rädchen im Getriebe der iranischen Stellvertreterkräfte sind. Das bedeutet, dass es keinen sofortigen Ersatz gibt, wenn einer dieser Anführer ausfällt. Es handelt sich, so analysiert Frantzman, nicht um bloße Söldnerheere, sondern um eine komplexe, konfessionelle Mafia mit wichtigen Paten, die für das Überleben und Gedeihen des iranischen Projekts zentral bedeutend sind.

Die zahlreichen im Laufe der Woche veröffentlichten Artikel zeichnen ein Bild von Soleimani als Schlüsselfigur und zeigen, wie sich sein Tod auch weiterhin auf die iranischen Verbündeten im Irak, die iranischen Aktivitäten in Syrien und die Unterstützung von Hisbollah, Hamas und PIJ auswirkt. Dies führt auch zu Rückwirkungen auf die Operationen des Irans und bringt ihn dazu, mehr Risiken einzugehen, was aber auch zu Misserfolgen und Fehleinschätzungen führen kann.

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