Eine Untersuchung des USAID-Generalinspekteurs empfiehlt, 101 UNRWA-Mitarbeiter, darunter Lehrer und medizinisches Fachpersonal, von US-Entwicklungshilfeprogrammen auszuschließen.
Mehr als hundert weitere Mitarbeiter des Hilfswerks der Vereinten Nationen für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) stehen in Verbindung mit dem militärischen Flügel der Terrororganisation. Einige von ihnen nahmen sogar unmittelbar an den von der Hamas angeführten Terroranschlägen im Süden Israels am 7. Oktober 2023 teil.
Diese vom Büro des Generalinspektors der US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) in einer Untersuchung gemachten Erkenntnisse wurden dem US-Außenministerium übermittelt. Es wurde die Empfehlung ausgesprochen, 101 aktuelle und ehemalige UNRWA-Mitarbeiter zu suspendieren oder für zehn Jahre von der Teilnahme an US-finanzierten Hilfsprogrammen auszuschließen. Zu den in Frage stehenden Personen gehören Schulleiter, Lehrer, Sicherheitspersonal, Betreuer, psychosoziale Berater und medizinisches Fachpersonal.
Dem USAID-Bericht zufolge gehören zu den identifizierten Personen ein stellvertretender Schulleiter, der als stellvertretender Kompaniechef in den Al-Qassam-Brigaden der Hamas diente, sowie ein weiterer Vizedirektor, der als Truppführer in der Khan-Younis-Brigade der Hamas tätig war. Die Ermittler fanden zudem Beweise dafür, dass ein UNRWA-Lehrer als Zugführer der Hamas gedient hatte, während andere Verbindungen zu einer Al-Qassam-Nachrichteneinheit hatten oder als Scharfschützen tätig waren.
Ein stellvertretender Schulleiter soll dem Bericht zufolge als Zugführer im Nuseirat-Bataillon der Hamas gedient haben und war während des Angriffs am 7. Oktober für die Kommunikation verantwortlich.
Keine Überraschung
Die UNRWA sieht sich seit langem der Kritik ausgesetzt, die Hamas habe ihre Reihen unterwandert und ihre Einrichtungen für militärische Zwecke genutzt. Israel hat die Agentur zudem beschuldigt, in ihrem Bildungssystem gegen Israel zu hetzen.
Die jüngsten Forschungsergebnisse erweitern eine laufende Untersuchung des USAID-Generalinspekteurs, die nach den Angriffen vom 7. Oktober eingeleitet wurde. Anfang dieses Jahres gab die Behörde den Ausschluss eines ehemaligen UNRWA-Schulleiters bekannt, der als Mitglied des Ost-Dschabaliya-Bataillons der Hamas an dem Angriff teilgenommen hatte. Bereits zuvor waren weitere Mitarbeiter der Organisation wegen Verbindungen zur Hamas oder Beteiligung an dem Massaker zur Untersuchung überwiesen worden.
»Leider ist es keine Überraschung, dass weitere hundert UNRWA-Mitarbeiter als an dem barbarischen Angriff vom 7. Oktober beteiligt identifiziert wurden«, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, als Reaktion auf den Bericht. Er erklärte, US-Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio hätten »immer wieder bekräftigt, dass keine Mittel des Außenministeriums an die UNRWA fließen werden, die vollständig von der Hamas und Terrorismus-Sympathisanten unterwandert ist.«





