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Terror als Arbeitsmarktproblem

(Christian Ortner)  Einen kleinen, aber aufschlussreichen Blick in das Weltbild der Obama-Administration gewährte uns jüngst eher unfreiwillig eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Der Krieg gegen den „Islamischen Staat“, so erläuterte Marie Harf vom Washingtoner „State Departement“ in einem TV-Interview, könne nicht ausschließlich militärisch gewonnen werden, sondern nur, indem dessen Wurzeln und Ursachen angegangen würden, „etwa ein Mangel an Jobs“. Die Dame steht damit fest in der Tradition amerikanischer Außenpolitik, religiösen Terror nicht als religiösen Terror zu verstehen. Schon Bill Clinton hatte ja als Präsident in Bezug auf die Mordkampagne der Islamisten von Boko Haram gemeint, „Ungleichheit und Armut“ würden „all das Zeugs schüren“. Joblosigkeit und andere soziale Miseren als Entstehungsursache von Terror und Selbstmordkommandos – das ist eine These, die seit den Anschlägen von Brüssel wieder recht populär geworden ist. „So ist die Jugend fast aller uns bisher bekannter Attentäter durch Abrutschen in Kleinkriminalität, oft verbunden mit Drogenmissbrauch, durch häufige Arbeitslosigkeit und natürlich durch soziale Diskriminierung gekennzeichnet“, diagnostizierte etwa Peter Michael Lingens im profil.

Klingt nicht unplausibel, ist aber wissenschaftlich nicht im Geringsten nachvollziehbar. Ganz im Gegenteil. In der bisher vermutlich größten Studie … (hier)

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