
Führt Israel die Todesstrafe für Terroristen ein?
Ein Gesetzesentwurf, hat unlängst die erste Lesung in der Knesset passiert steht und nun vor den beiden verbleibenden Abstimmungen im israelischen Parlament.

Ein Gesetzesentwurf, hat unlängst die erste Lesung in der Knesset passiert steht und nun vor den beiden verbleibenden Abstimmungen im israelischen Parlament.

Von Negar Jokar. In Berlin erinnerte eine Ausstellung an die Tausenden von Iranern, die im Laufe der letzten Jahrzehnte vom iranischen Mullah-Regime unbarmherzig verfolgt wurden.

Goli Kouhkan ist eine von vielen Mädchen, die auf Grundlage von Gesetzen, die Kinderehen legalisieren und tödliche Strafen vorsehen, im Gefängnis sitzen.

Von Negar Jokar. Anlässlich des heutigen Welttags gegen die Todesstrafe wächst die Angst, dass der Iran seine Politik der Einschüchterung mit einer Hinrichtungswelle zu forciert.

Seit Beginn des Kriegs gegen Israel hat das iranische Regime die Repression gegen die eigene Bevölkerung noch einmal drastisch verschärft.

Als Reaktion auf Israels erfolgreiche Angriffe auf die iranischen Atom- und Militäranlagen hat das Regime den gesetzlichen Rahmen für Spionage bis hin zur Todesstrafe verschärft.

Saudi-Arabien hat in den letzten zehn Jahren Hunderte Menschen, vor allem Ausländer, wegen gewaltfreier Drogendelikte verurteilt und hingerichtet.

Die Gerichtsentscheidungen, über zwei Kurdinnen wegen angeblicher Rebellion gegen den iransichen Staat die Todesstrafe zu verhängen, haben Empörung ausgelöst.

Während die Hinrichtungsrate im Iran generell in die Höhe schnellt, steigt auch die Zahl der vom Regime mit der Todesstrafe belegten Frauen stark an.

Die iranische Justiz gab am Dienstag das Todesurteil für drei Personen wegen der Ermordung eines Atomwissenschaftlers im Jahr 2020 bekannt.

Seit vielen Jahren sind nicht mehr so viele Menschen an einem einzelnen Tag dem iranischen Hinrichtungsapparat zum Opfer gefallen.

Von Karmel Melamed. Wie Aktivisten berichten, wurde die bevorstehende Hinrichtung eines jungen jüdischen Mannes, der vom Regime zum Tode verurteilt worden war, verschoben.

In einem Prozess Anfang dieses Jahres wurden über dreißig Männer wegen Anschuldigungen der Homosexualität zum Teil zum Tode verurteilt, zum Teil mit langjährigen Haftstrafen belangt.

Dies stellt einen »schwindelerregenden« Anstieg gegenüber dem Vorjahr dar, sagen zwei Menschenrechtsgruppen in einem aktuellen Bericht über den Iran.

Im Iran steigt die Zahl der zum Tode Verurteilten von Jahr zu Jahr in einem erschreckenden Ausmaß. Allein jene wegen Drogendelikten nahm um fast hundert Prozent zu.

Ein neuer Bericht zeigt, dass der Iran im heurigen Jahr 307 Hinrichtungen vollstreckt hat, davon fast 150 allein im vergangenen Mai.

Um der Unruhen im Land Herr zu werden, weiß sich das Regime nicht mehr anders zu helfen, als Demonstranten zur Abschreckung hinrichten zu lassen.

Am Freitag wurden im Iran drei weitere Demonstranten hingerichtet. Dies geschah in Isfahan, der Partnerstadt Freiburgs, von wo nichts als Schweigen zu dem Verbrechen zu vernehmen war.

Allein im heurigen Jahr ließ das iranische Regime bisher mehr als zweihundert Menschen hinrichten, weil sie sich der autoritären Führung des Landes widersetzt oder gegen religiöse Regeln verstoßen haben sollen.

Dass Teheran aus Wut über EU-Sanktionen das Todesurteil gegen den Deutsch-Iraner Sharmahd verhängt haben soll, wie der Grünen-Politiker Trittin unterstellt, ist eine Fantasiebehauptung.

Trotz Modernisierungsanstrengungen gehören die vergangenen sechs Jahre zu den blutigsten in der modernen Geschichte des Königreichs.

Einem neuen Bericht über die Menschenrechtslage im Iran zufolge wird sich die Zahl der Hinrichtungen im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um über 88 Prozent erhöhen.

Außer der Ermordung von Demonstranten hat das das herrschende Regime der unzufriedenen Bevölkerung nichts entgegenzusetzen.

Um die Proteste der iranischen Bevölkerung zu beenden, greift die Islamische Republik zu immer brutaleren Methoden und schreckt auch vor der Todesstrafe nicht zurück.

Vermehrte Exekutionen im Iran sind nicht Folge von wachsender Kriminalität, sondern haben einen klaren Zweck: Dissens soll zum Verstummen gebracht werden.

Nur in China werden mehr Menschen exekutiert. Den meisten der zum Tode Verurteilten werden Drogendelikte angelastet. Auch die Zahl der exekutierten Frauen steigt.

Seit der Revolution im Jahr 1979 werden im Iran Homosexuelle konsequent verfolgt und zum Tode verurteilt.

Ein Bericht von Iran Human Rights weist auf die stark steigende Zahl an Exekutionen hin und fordert die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf.

Internationale Medien hatten erst berichtet, dass ein schwules Paar hingerichtet werden soll, doch das dürfte einer Namensverwechslung geschuldet gewesen sein.

Zugleich verurteilte ein Gericht der Palästinensischen Autonomiebehörde einen Mann in Betlehem zu 15 Jahren Haft wegen Landverkaufs an Israelis.

Nach ihre Machtübernahme in Afghanistan wollen die Taliban Körper- und Todesstrafen wieder einführen und berufen sich dabei auf den Islam und den Koran.

Der zum Tode Verurteilte soll öffentlich hingerichtet und zwei Tage zur Schau gestellt werden, weil er einen hochrangigen Huthi-Vertreter getötet hat.

Saudi-Arabien setzt sein Dekret gegen die Todesstrafe für bestimme Delikte und für die Abschaffung von Hinrichtungen für Minderjährige um und begnadigt Regimekritiker.

Während 2019 noch 184 Menschen hingerichtet wurde, gab es 2020 27 Hinrichtungen, was auf ein Moratorium der Todesstrafe für Drogendelikte zurückzuführen ist.

Noch nach dessen Tod setzt die Islamische Republik ihre Repression gegen den hingerichteten Demonstranten von 2018 fort, indem sie Afkaris Grab schändete und seinen Vater verhaftete.

Der Iran hat am Sonntag den deutschen Gesandten in Teheran einbestellt, nachdem die Europäische Union die Hinrichtung eines iranischen Journalisten verurteilt hatte.