Ende April gab das irakische Innenministerium bekannt, in den letzten Jahren eine Reihe von Auslandsoperationen zur Zerschlagung von Schmuggelnetzwerken durchgeführt zu haben.
Das syrische Innenministerium gab am Sonntag bekannt, dass im Rahmen einer gemeinsamen Operation mit dem Irak ein organisiertes internationales Drogenhandelsnetzwerk zerschlagen und mehrere seiner Mitglieder festgenommen worden seien. In einer Erklärung teilte das Ministerium mit, dass die syrische Drogenbekämpfungsbehörde in Zusammenarbeit mit den irakischen Behörden eine Reihe koordinierter und gleichzeitiger Operationen in den Provinzen Homs und Deir ez-Zor durchgeführt habe.
Die Operation führte zur Zerschlagung eines organisierten internationalen Drogenhandelsnetzwerks und zur Festnahme einer Reihe seiner Mitglieder. Außerdem wurden 800.000 Captagon-Pillen sowie sechzig Kilogramm Haschisch beschlagnahmt, die für den Schmuggel und Vertrieb vorbereitet waren, hieß es in der Erklärung. Das Ministerium fügte hinzu, dass die Operation das hohe Maß an Koordination und Zusammenarbeit der Nachrichtendienste zwischen den zuständigen Behörden beider Länder widerspiegele.
Es wurden keine weiteren Details zur Identität der Festgenommenen oder zum vorgesehenen Bestimmungsort der beschlagnahmten Drogen in Syrien bekannt gegeben.
Grenzüberschreitende Operationen
Bereits am Freitag teilte der Irakische Nationale Sicherheitsdienst (INSS) mit, dass irakische Sicherheitskräfte bei einer Razzia in der südöstlichen Provinz Maysan zwei hochrangige Drogenhändler getötet hätten Der INSS gab bekannt, dass er im Rahmen seiner laufenden Bemühungen zur Verfolgung organisierter krimineller Banden und Drogenhändler »eine gezielte Sicherheitsoperation durchgeführt habe, die zum Tod von zwei der gefährlichsten Drogendealer im Gebiet al-Uzair in der Provinz Maysan geführt habe«.
INSS-Sprecher Arshad al-Hakim erklärte am Samstag, dass die Operation auf der Grundlage von »Geheimdienstinformationen der Sicherheitsdirektion Bagdad« durchgeführt worden war. Er beschrieb einen der Getöteten als »den wichtigsten Dealer von Crystal Meth im Irak« sowie als »einen der gefährlichsten Drogenhändler im Irak«. Beim Vorrücken der Einsatzkräfte hätten die Drogendealer »das Feuer auf die Sicherheitskräfte eröffnet«, was zu »einem bewaffneten Zusammenstoß mit einer Einheit des taktischen Regiments führte, bei dem beide Verdächtigen ums Leben kamen«.
Der Irak ist nach wie vor sowohl Zielland als auch Transitroute für Betäubungsmittel. So dient das Land als »Durchgangskanal« für den Captagon-Handel aus Syrien in Richtung Arabische Halbinsel. Das geht aus einem Bericht des Büros der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2024 über die Dynamik des Drogenhandels im Irak und im Nahen Osten hervor.
Ende April gab das irakische Innenministerium bekannt, dass die Behörden seit 2023 als 1.538 Drogenhandelsnetzwerke zerschlagen hätten, darunter 234, die grenzüberschreitend operiert hatten. Der Sprecher des Ministeriums, Abbas al-Bahadli, sagte, die dreijährige Kampagne habe zu 349 Todesurteilen und 1.325 lebenslangen Freiheitsstrafen für verurteilte Drogenhändler geführt. Im Rahmen der Razzien haben die Sicherheitskräfte 61 Operationen im Ausland durchgeführt.






