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Syrischer Präsident lehnt Beitritt zu Abraham-Abkommen ab

»Kein Beitritt zu Abraham-Abkommen«: Syriens Präsident al-Sharaa im Gespräch mit David Petraeus
»Kein Beitritt zu Abraham-Abkommen«: Syriens Präsident al-Sharaa im Gespräch mit David Petraeus (© Imago Images / Anadolu Agency)

Der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa lehnte am Montag während seines ersten Besuchs in den Vereinigten Staaten die Möglichkeit eines Beitritts seines Landes zu den Abraham-Abkommen ab.

Im Gespräch mit dem ehemaligen CIA-Direktor David Petraeus auf dem Concordia-Gipfel in New York sagte al-Sharaa, er konzentriere sich auf die Wiederherstellung des Rückzugsabkommens von 1974 auf den Golanhöhen. »Die Unterzeichnerstaaten der Abraham-Abkommen sind keine Nachbarn Israels. Syrien als Nachbarland war über tausend Angriffen, Luftschlägen und israelischen Übergriffen aus den Golanhöhen ausgesetzt, bei denen viele Menschen getötet wurden.«

In seiner Bevölkerung herrsche »große Wut« über den Krieg Israels gegen die Hamas im Gazastreifen. »Wir haben gerade unsere Revolution hinter uns, wir versuchen, die Stimme des Volkes zu sein. In dieser neuen Ära gibt es verschiedene Phasen der Verhandlungen mit Israel und dafür, zur Waffenruhe von 1974 zurückzukehren: Wenn es Sicherheitsbedenken gibt, gibt es Vermittler wie die Vereinigten Staaten, die diese Bedenken zerstreuen könnten.«

Von Feinden zu Verbündeten?

Al-Sharaa traf am Sonntag in New York ein und wird voraussichtlich der erste syrische Staatschef seit 1967 sein, der vor der UN-Generalversammlung spricht. Seit seine Truppen 2024 die Kontrolle über das Land übernommen haben, hat al-Sharaa, der zuvor die syrische Tochterorganisation von Al-Qaida leitete, wiederholt westliche Staats- und Regierungschefs, darunter US-Präsident Donald Trump und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, umworben, um die Sanktionen gegen Syrien aufzuheben und das Land nach Jahrzehnten der Isolation wieder in die internationale Gemeinschaft zu integrieren.

David Petraeus, der 2007 auf dem Höhepunkt des von Al-Qaida angeführten Aufstands das Kommando über die US-Streitkräfte im Irak übernommen hatte, wies auf die Ironie hin, einem Mann gegenüberzusitzen, den sein Land einst gefangen gehalten hatte. »Tatsache ist, dass wir auf unterschiedlichen Seiten standen, als ich den Truppenaufmarsch im Irak befehligte. Helfen Sie uns zu verstehen, wie Sie von Al-Qaida im Irak vor zwanzig Jahren dorthin gekommen sind, wo Sie heute stehen, als Staatsoberhaupt Syriens auf der Bühne in New York City.« – »Vielleicht gab es einige Fehler«, antwortete al-Sharaa, aber nun wolle er sich auf die Zukunft konzentriere und mit »Verbündeten und Freunden« zusammenarbeiten.

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