Syrien: Letzter kurdischer Kämper aus Manbij abgezogen

„Im Rahmen eines Abkommens zur Vermeidung von Auseinandersetzungen mit der Türkei sind arabischen Kämpfern der Koalition [gegen den IS] zufolge die letzten Angehörigen einer kurdischen Miliz am Sontag aus der syrischen Stadt Manbij abgezogen. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) führten 2016 die siegreiche Kampagne zur Befreiung der Stadt Manbij vom Islamischen Staat an. Sie hatten Militärberater in der Stadt zurückgelassen, um die örtlichen Sicherheitskräfte auszubilden. Vergangenen Monat hatten sie bekannt gegeben, sie würden sich aus der Stadt zurückziehen, da der dortige Militärrat (MMC) die Sicherheit nun selbst gewährleisten könne. ‚Nach dem Abschluss ihrer Mission zur Ausbildung und Entwicklung unserer Sicherheitskräfte sind die letzten Militärberater der Volksverteidigungseinheiten am 15. Juli 2018 im Rahmen der Vereinbarung mit der internationalen Koalition endgültig abgezogen‘, erklärte der MMC.

Ankara stuft die Miliz als Terrorgruppe ein und hält sie für den syrischen Zweig der in der Türkei verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK). Im März hatten Ankara und die mit der Türkei verbündeten Aufständischen die Hochburg der YPG im nordsyrischen Afrin überrannt und damit gedroht, auch auf Manbij vorzurücken. Damit stand die Möglichkeit einer Konfrontation mit den in der Stadt stationierten amerikanischen und französischen Koalitionstruppen im Raum. Hektische diplomatische Anstrengungen führten schließlich im Mai zu einer Vereinbarung, um die Sicherheit in Manbij zu gewährleisten und einen offenen Konflikt zu vermeiden. Die YPG gab im Juni bekannt, dass sie aus Manbij abziehen würden, machte jedoch keine Angaben dazu, wie viele ihrer Kämpfer sich noch in der Stadt befänden.“ (Bericht in der Times of Israel: „Last of Kurdish militia leave Syria’s Manbij to defuse Turkey tensions“)

 

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